Konkurrenzbank übernommen

Santander will bei Fusion rund 3000 Stellen streichen

+
Am Mittwoch hatte Santander den kriselnden Konkurrenten Banco Popular in letzter Minute für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Foto: Peter Kneffel

Madrid (dpa) - Die spanische Großbank Santander will im Zuge der Übernahme des Konkurrenten Banco Popular Español zahlreiche Arbeitsplätze streichen.

Wie die spanische Zeitung "Expansion" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, sollen insgesamt rund 3000 Stellen wegfallen.

Dabei gehe es vor allem um doppelt besetzte Stellen bei Kerndienstleistungen sowie im Filialnetz. Die Bank dürfte Abfindungen und Frühpensionierungen anbieten, hieß es.

Am Mittwoch hatte Santander den kriselnden Konkurrenten Banco Popular in letzter Minute für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Europas Bankenaufseher hatten zuvor die Notbremse gezogen.

Nach ihrer Einschätzung stand die Banco Popular kurz vor dem Zusammenbruch. Die Europäische Zentralbank (EZB) als Bankenaufsicht für die bedeutendsten Institute des Euroraums hatte die Banco Popular als "nicht überlebensfähig" eingestuft. Die europäische Bankenabwicklungsbehörde SRB (Single Resolution Board) wurde informiert. Mit der Santander-Auffanglösung konnte eine Abwicklung des seit längerem angeschlagenen Instituts vermieden werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz

Kommentare