Schadenersatzklage gegen Porsche abgewiesen

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Der Sportwagenbauer Porsche kann einen Teilerfolg verbuchen.

Stuttgart/New York - Etappensieg für Porsche in den USA: Ein Gericht in New York wies eine milliardenschwere Schadenersatzklage von Investoren als unzulässig ab.

Das teilte der Sportwagenbauer in Stuttgart mit. Insgesamt hätten 39 Kläger vor dem Bundesgericht in New York Ansprüche im Zusammenhang mit dem Versuch von Porsche, den größeren Wettbewerber Volkswagen (VW) zu übernehmen, geltend machen wollen, hieß es weiter. Die Kläger bezifferten ihren Gesamtschaden auf zwei Milliarden Dollar.

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Ein Porsche-Sprecher sagte am Freitag, es sei immer darauf hingewiesen worden, dass das Unternehmen die Klage in den USA für unzulässig und unbegründet halte. In Deutschland sei keine entsprechende Klage anhängig, fügte der Sprecher auf Nachfrage hinzu. Das Gericht in den USA begründete die Ablehnung der Klage in dem Verfahren Elliott Associates und Black Diamond Hedge-Fonds damit, dass die bundesstaatlichen US-Wertpapiergesetze keine Anwendung auf die betroffenen Aktiengeschäfte fänden.

Leicht & luftig: Der neue Porsche Boxter Spyder

Porsche Boxster Spyder
Da geht die Sonne auf: Der neue Porsche Boxster Spyder feierte seine Premiere auf der Autoshow in Los Angeles. © Porsche
Porsche Boxster Spyder
Der Zweisitzer hat den legendären James-Dean-Porsche im Blut, bzw. Blech. Ein leichtes Stoffverdeck schützt für den Fall des Falles vor leichtem Sommerregen. © Porsche
Porsche Boxster Spyder
Abgespeckt auf 1275 Kilogramm - mit diesen Gewicht gehört der Sportwagen zu den leichtesten Modell der Porsche-Palette.  © Porsche
Porsche Boxster Spyder
Der 3,4 Liter große Sechszylinder im Heck hat an Leistung zulegt und kommt nun auf 235 kW/320 PS. Das Doppelkupplungsgetriebe macht den Spyder schneller und sparsamer als andere. © Porsche
Porsche Boxster Spyder
Tempo 100 in 4,8 Sekunden. Bei offenem Verdeck fährt das gute Stück 267 km/h. Den Verbrauch gibt Porsche mit 9,3 Litern an. Das entspricht einem CO2- Ausstoß von 222 g/km. © Porsche
Porsche Boxster Spyder
Ab Februar ist der Porsche Boxter Spyder ab 63 404 Euro in Deutschland zu haben. © Porsche

Die Stuttgarter hatten sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften 2008 gut 74 Prozent der VW-Stammaktien gesichert und dabei einen Höhenflug der Papiere auf bis über 1.000 Euro ausgelöst. Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hatten, mussten aufgrund der Knappheit der frei verfügbaren Aktien zum sprunghaft überhöhten Preis kaufen. Diesen Schaden machen die Investoren nun geltend und werfen zudem dem damaligen Porsche-Management vor, die Informationen zu spät veröffentlicht zu haben.

Die Kläger können gegen die Gerichtsentscheidung innerhalb von 30 Tagen Berufung einlegen. Porsche hatte die Klagen stets als unbegründet bezeichnet und bezog sich dabei auf Gutachten von unabhängigen Sachverständigen. Auch die Klagen gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den damaligen Finanzvorstand Holger Härter wurden abgewiesen. Härter galt als Architekt einer komplexen Optionsstruktur auf VW-Stammaktien. Beide Manager verließen im Sommer 2009 das Unternehmen als ihr Übernahmeplan scheiterte. Gegen die beiden früheren Spitzenmanager des Sportwagenbauers ermittelt weiterhin die Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Es geht um den Verdacht der Marktmanipulation.

Porsche soll nun als zehnte Marke in den VW-Konzern integriert werden. Die möglichen juristischen Auseinandersetzungen wurden vom VW-Management mehrfach als Hinderungsgrund für eine schnelle Fusion von Volkswagen und Porsche angegeben. Ursprünglich war eine Verschmelzung beider Unternehmen für 2011 geplant. Zu Verzögerungen kann es außer wegen der Schadensersatzklagen auch aus steuerlichen Gründen kommen.

dpa

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