Schaeffler streicht 400 Arbeitsplätze

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Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Schaeffler-Gruppe, Jürgen Geißinger.

Schweinfurt - Schaeffler verlegt seine Radlager-Produktion ins Ausland, in Schweinfurt werden deshalb rund 400 Stellen gestrichen. Die Mitarbeiter sollen vorzeitig in Rente gehen oder durch Abfindungen zum Abschied bewegt werden.

Der Automobilzulieferer Schaeffler streicht in Schweinfurt rund 400 Arbeitsplätze in der Radlager-Produktion. Die Stellen fallen im Zuge einer Verlagerung ins Ausland weg und sollen bis Ende 2016 sozialverträglich abgebaut werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Mit dem Betriebsrat habe man sich darauf verständigt, dass die Automotive-Aktivitäten am Standort mit etwa 430 Beschäftigten langfristig fortgeführt würden.

Der Stellenabbau fällt damit nicht ganz so heftig aus wie ursprünglich befürchtet: Schaeffler hatte im Juni den Wegfall von rund 600 Arbeitsplätzen angekündigt. Auch wurde der Zeitraum um ein Jahr verlängert, in dem die Stellen über Altersteilzeit und Abfindungen reduziert werden sollen. Zusätzlich werde es interne Versetzungen geben, kündigte die Schaeffler Technologies AG & Co. KG an.

Hintergrund für die Entscheidung ist der hohe Kosten- und Wettbewerbsdruck. „Ein Festhalten an der Radlager-Produktion bietet keine dauerhafte Perspektive und gefährdet Beschäftigung“, räumte auch Gesamtbetriebsrat Norbert Lenhard ein. Immerhin habe man die notwendigen Einschnitte sozialverträglich abfedern können.

Mitarbeiter in Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb der Sparte werden weiterbeschäftigt. „Zusätzlich wird Schaeffler in den kommenden Jahren Arbeitsplätze für neue, zukunftsweisende Automotive-Produkte in Schweinfurt aufbauen“, kündigte das fränkische Familienunternehmen mit Sitz in Herzogenaurach an. Insgesamt sollen rund 430 Stellen erhalten bleiben. Schaeffler hat weltweit rund 76 000 Beschäftigte und erwirtschaftete im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von gut 11 Milliarden Euro rund 884 Millionen Euro Gewinn.

dpa

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