Schiffbau bekommt 57,8 Millionen Staatshilfe

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Minenjagdboote der Deutschen Marine liegen am Ausrüstungskai auf der P+S-Werft am Standort Peene-Werft Wolgast.

Berlin - Die deutsche Schifffahrt bekommt auch im nächsten Jahr einem Medienbericht zufolge staatliche Unterstützung in Höhe von 57,8 Millionen Euro.

„Das haben wir gerade beschlossen zur Stärkung des maritimen Bündnisses, das Reeder, Gewerkschaften und Bundesregierung vereinbart haben“, sagte der maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, der „Wirtschaftswoche“. Ziel sei es, die Ausbildung des Nachwuchses in der Branche zu stärken. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) zeigte sich erleichtert, dass die Schifffahrtsförderung nicht gestrichen wurde.

Neu seien ab dem nächsten Jahr 30 Millionen Euro Eigenbeitrag der deutschen Reeder. „Damit stehen im kommenden Jahr erstmals fast 90 Millionen Euro zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung am maritimen Standort Deutschland zur Verfügung“, teilte der Verband am Samstag mit. Dies sei jedoch keine Krisenhilfe.

Königlicher Besuch in Hamburg

Spektakulärer Anblick für Nachteulen und Frühaufsteher: Die Kreuzfahrt-Königinnen „Queen Mary 2“ und „Queen Elizabeth“ sind am frühen Sonntag erstmals gemeinsam im Hamburger Hafen eingelaufen. © dpa
Viele Fans hatten sich im Dunklen aufgemacht, um die beiden eleganten Riesenschiffe beim Einlaufen zu beobachten. © dpa
Zunächst kam die „Queen Elizabeth“, dann folgte die „Mary“. Entlang der Elbe und auf Booten begrüßten zahlreiche Hamburger die Kreuzfahrtriesen. © dpa
Die Schiffe der britischen Reederei Cunard liegen an den beiden Kreuzfahrtterminals an der Elbe - in Nachbarschaft des traditionellen Hamburger Fischmarktes mit seinen Fisch-, Obst- und Gemüse-Verkäufern. © dpa
Während die „Queen Elizabeth“ am Terminal in Altona anlegte, schickte Cunard die „Queen Mary 2“ in die Hafencity. © dpa
Am Sonntagabend sollen sich die Schiffe auf dem Wasser vor der Hafencity treffen. © dpa
Anschließend verlassen die Schiffe den Hafen und nehmen Kurs zu Nordeuropa-Touren. © dpa

Otto stellte den Schifffahrtsgesellschaften außerdem Steuererleichterungen in Aussicht. Schiffsfinanzierungen durch die Staatsbank KfW lehnte der FDP-Politiker aber ab. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte diese Forderung zuletzt zurückgewiesen. „Die deutschen Reeder wollen keine Unterstützung nach dem Gießkannenprinzip, sondern eine begrenzte, befristete und rückzahlbare Hilfe der KfW“, teilte der VDR mit.

Viele kleine und mittlere Reedereien in Deutschland sind in ihrer Existenz bedroht. Die Reeder sehen sich einer Doppelkrise gegenüber: Die Schifffahrtsmärkte sind geprägt von Überkapazitäten und niedrigen Frachtraten. In der Containerschifffahrt, wo die deutschen Reeder weltweit eine führende Position einnehmen, verdient nur noch jedes dritte Schiff überhaupt Geld.

dpa

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