Schuldenkrise verhagelt Allianz das Quartal

München - Europas größter Versicherer leidet unter Abschreibungen und Wertverlusten. Das schlägt sich auch in seinen Büchern nieder.

Die Schuldenkrise hat der Allianz das dritte Quartal kräftig verhagelt. Europas größter Versicherer verbuchte unter dem Strich zwischen Juli und September nur noch einen Überschuss von 196 Millionen Euro, 85 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Im dritten Quartal 2010 standen noch etwa 1,3 Milliarden in den Büchern.

Schuld an dem massiven Einbruch sind vor allem Abschreibungen auf Finanzbeteiligungen, ein höherer Steuersatz und die Wertverluste griechischer Staatsanleihen. Damit liegt die Allianz noch deutlich unter der Marke von rund 550 Millionen Euro, die Finanzexperten erwartet hatten. Weil fast die Hälfte der Belastungen außerhalb des operativen Geschäfts verbucht werden, blieb der operative Gewinn mit 1,9 Milliarden Euro aber überraschend nur sieben Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Das operative Ergebnis schrumpfte im Quartalsvergleich um 7,3 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Vor allem niedrigere Erträge aus Anlagen in der Lebens- und Krankenversicherung drückten der Mitteilung zufolge auf das Geschäft. Trotz der durchwachsenen Zahlen bekräftigte der Konzern seinen Ausblick für 2011 und will operativ 2011 rund 8 Milliarden Euro verdienen.

dpa

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