Mangelnde Nachfrage in Europa

Autobauer schlittern in die Krise

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Die Autobauer verkaufen in Europa immer weniger Neuwagen.

Köln - Immer mehr Autobauer bangen um die Zukunft ihrer Geschäfte in Europa. Der Einbruch der Nachfrage bei Neuwagen zwingt die Hersteller zum Handeln: Sparen und Produktion drosseln, lauten die Antworten.

Produktionsstopp am Opel-Standort in Bochum, neues Sparprogramm bei Ford Europe: Immer mehr Autobauer schlittern angesichts der schwächelnden Nachfrage bei Neufahrzeugen in Europa in die Krise. Vor dem Hintergrund der Produktionseinschränkungen an anderen Opel-Standorten stünden in dieser Woche auch im Bochumer Opel-Werk die Bänder still, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel am Mittwoch. Erst in der kommenden Woche soll wieder gearbeitet werden. Die Nachrichten kommen kurz dem Start des Pariser Autosalons.

Die Beschäftigten müssten den Stillstand mit Freizeit ausgleichen, es handele sich nicht um Kurzarbeit. Der Schritt sei notwendig geworden, weil derzeit Zulieferteile aus anderen Werken fehlten, begründete Einenkel die Maßnahme.

Einen Tag zuvor bestätigte Ford Europe auf Anfrage Presseberichte über ein neues Sparprogramm an den europäischen Standorten des Unternehmens. Zuvor waren schon Fiat und PSA Peugeot Citroën mit starken Nachfrageeinbrüchen bei Neuwagen in die Bredouille geraten. Vor wenigen Tagen hatte auch Daimler Maßnahmen zur Anpassung der Produktion angekündigt.

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Weitaus glimpflicher als beim französischen Autobauer PSA, der 8000 Stellen streichen will, fallen die Sparpläne bei Ford Europe aus. Danach sollen in Deutschland, Großbritannien und im übrigen Teil Europas drei Maßnahmenpakete ergriffen werden. Ziel sei es, die Personalkosten durch die Einsparung von mehreren hundert Jobs, durch die Einschränkung der Ausgaben für Leiharbeit und andere Dienstleistungen zu reduzieren.

Über die genaue Zahl der betroffenen Arbeitsplätze könne das Unternehmen erst in wenigen Monaten konkrete Angaben machen. Ford betonte aber, dass der Stellenabbau in allen drei Programmen auf Freiwilligkeit basiere.

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ soll das Unternehmen ferner einen Einstellungsstopp verhängt haben. Außerdem erwäge der Autobauer die Auflösung der Kooperation mit dem französischen Wettbewerber PSA Peugeot Citroën bei der Produktion kleinerer Dieselmotoren am britischen Standort Dagenham.

Dazu erklärte das Unternehmen, dass Ford und PSA auch in Zukunft bei Motoren unter zwei Litern kooperieren würden. Sie stellten immerhin 75 Prozent der gesamten Motorenproduktion innerhalb der Kooperation dar. Beide Autobauer hätten bereits vor einige Monaten angekündigt, größere Dieselmotoren künftig in eigener Regie herzustellen.

dpa

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