Fehlentwicklungen in der Energiewende

Siemens-Chef kritisiert erneut Energiepolitik

München - Siemens-Chef Joe Kaeser kritisiert die tatsächliche Umsetzung der Energiewende und die Auswirkungen auf die deutschen Unternehmen. Es gelte nun Fehlentwicklungen zu reparieren.

Siemens-Chef Joe Kaeser hat seine Forderung nach einem Umsteuern in der Energiepolitik erneuert. Zwar sei die Energiewende als solche - also der Ausstieg aus der Nuklearenergie - „eine Errungenschaft einer modernen Zivilisation. Aber - der Wandel sollte nicht so laufen wie derzeit“, sagte Kaeser der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag).

Den Versorgern sei die Geschäftsbasis entzogen worden, davon seien auch Unternehmen wie Siemens betroffen. „Wie soll ich denn in China oder in Korea und anderswo in der Welt die besten Gasturbinen glaubwürdig verkaufen, wenn ich sie zu Hause nicht an den Mann bringen kann, weil sie nicht gebraucht werden“, kritisierte Kaeser. „Wir haben eine Energiewende, die in der Sache attraktiv ist und jetzt falsch gemacht wird.“ Die Frage sei, wie man diese „Fehlentwicklung“ repariere.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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