Siemens-Personalchefin klar gegen Frauenquote

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München - In der Diskussion um eine Frauenquote hat sich Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer erneut klar gegen starre Vorgaben ausgesprochen.

“Wir sind gegen eine gesetzliche Quote“, sagte Ederer, die seit Mitte vergangenen Jahres als zweite Frau im Siemens-Vorstand sitzt, der “Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Es sei ihr ein Anliegen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Dies gelte aber nicht nur für Vorstand und Aufsichtsrat, sondern für die große Mehrheit der Beschäftigten. “Eine heute 30-Jährige Frau hat nichts davon, wenn es eine Quote im Aufsichtsrat gibt.“ Ihr helfe man mit Förderprogrammen im Unternehmen, um ihr die nächsten Schritte zu ermöglichen.

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Die EU-Kommission will der Wirtschaft bis zum März 2012 Zeit für eine freiwillige Lösung lassen und dann eingreifen. Das hat EU-Justizkommissarin Viviane Reding vor einigen Wochen in einem Brief an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) geschrieben. Die Ministerin hatte sich Ende März mit den Firmen zunächst auf eine Selbstverpflichtung geeinigt. Jedes der 30 DAX-Unternehmen setzt sich aber ein eigenes Ziel.

Auch wegen des Mangels an Fachkräften arbeiten viele Firmen bereits intensiv daran, mehr weibliche Mitarbeiter zu gewinnen. Bei Siemens sind derzeit 3800 Stellen offen. Gesucht sind vor allem weibliche oder männliche Absolventen der Ingenieurwissenschaften, Informatik oder Physik.

dpa

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