Geplanter Konzernumbau

Siemens: Betriebsrat will Kündigungsverzicht

München - Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn verlangt beim geplanten Konzernumbau einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

Man erwarte, dass die bei Siemens bestehenden Vereinbarungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung eingehalten werden, sagte Steinborn der dpa zum bundesweiten Siemens-Aktionstag der IG Metall.

An mehreren Siemens-Standorten wollten sich Arbeitnehmervertreter im Tagesverlauf für eine Deutschland-Strategie und sichere Jobs beim Technologiekonzern stark machen. Mit dem Umbau will Konzernchef Joe Kaeser das Unternehmen schlanker und effizienter machen.

Tauziehen um Alstom geht weiter

„Die Neuorganisation darf aber nicht lediglich ein weiteres Personalabbauprogramm als zentrales Ziel beinhalten“, erklärte Steinborn. Schon seit längerem haben die Arbeitnehmervertreter den Abbau von Prozessen und unnötiger Bürokratie bei Siemens gefordert.

Zugleich geht das Tauziehen um eine Übernahme des französischen Alstom-Konzerns weiter, für den sich Siemens und der US-Rivale General Electric interessieren. „Was Alstom betrifft, ist noch nichts entschieden“, erklärte Steinborn, die auch im Siemens-Aufsichtsrat sitzt. Falls Siemens zum Zuge komme, müssten die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden.

„Wir erwarten von der Firmenseite, dass keine Standorte gegeneinander ausgespielt und einseitige Verlagerungen in verschiedenen Bereichen angestrebt werden“, sagte Steinborn. Vielmehr sollten Garantien für die deutschen Arbeitsplätze und Standorte von Siemens und Alstom gegeben werden.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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