Solarbranche ist sauer: Geräte-Engpass bremst das Geschäft

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Ein Engpass bei Wechselrichtern, einem zentralen Element von Solaranlagen, verzögert die Lieferungen an die Kunden.

Frankfurt - Dicke Luft in der Solarbranche: Ein Engpass bei Wechselrichtern, einem zentralen Element von Solaranlagen, verzögert die Lieferungen an die Kunden.

Und das gerade jetzt, da sich die Industrie angesichts der bevorstehenden Förderkürzungen im Juli in Deutschland kaum vor Bestellungen retten kann. Unternehmen wie Solarworld, Conergy und Phoenix Solar müssen länger als versprochen auf die Geräte warten, mit denen die Sonnenenergie von Gleich- in Wechselstrom umgewandelt und so ins Netz eingespeist wird. Auswirkungen auf ihre Umsätze befürchten die meisten aber noch nicht.

Marktführer für die heiß begehrten Wechselrichter ist das Kasseler Unternehmen SMA Solar. Dessen Management schiebt die Schuld für den Lieferengpass auf die Halbleiterindustrie. Die habe wegen der Wirtschaftskrise ihre Produktionskapazitäten reduziert und komme nun nicht nach, die steigende Nachfrage auch aus anderen Branchen zu bedienen. SMA selbst hat seine Produktionskapazitäten kurzfristig verdoppelt, kann diese nun aber selbst nicht auslasten.

Sorgen bereitet der Engpass auch den Käufern von Solaranlagen. Sie müssen ihre Module unbedingt noch in diesem Monat ans Netz bringen, um sich die alten Förderkonditionen zu sichern. Für später installierte Anlagen soll es weniger Einspeisevergütung geben. Daher ist der Zeitdruck enorm. Das Bundesumweltministerium beruhigt aber: Im Gesetz heiße es, die Solaranlage müsse bis zum Stichtag anschlussbereit sein, dazu gehöre aber nicht zwingend der Wechselrichter.

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PLATZ 49: Novartis AG  - ein Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel. © dpa
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PLATZ 48: ABB - Experte in der Energie- und Automationstechnik. © dpa
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PLATZ 47: Ericcson - Mobilfunktechnologie, Internet- und Multimediakommunikation und Telekommunikation bilden das Kerngeschäft. © dpa
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PLATZ 45:Cisco Systems - US-amerikanisches Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche. © dpa
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PLATZ 44: Bosch - Zulieferer der Kraftfahrzeugindustrie, Hersteller von Gebrauchsgütern (Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte) und Industrie- und Gebäudetechnik (Sicherheitstechnik) sowie der Verpackungstechnik. © dpa
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PLATZ 43: BP © dpa
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PLATZ 42: DHL - Paket- und Brief-Express-Dienst. © dpa
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PLATZ 41: Philip Morris heißt mittlerweile Altria Grup. Bekannte Marken: Marlboro und L&M. © dpa
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PLATZ 40: Bayer AG - Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie. © dpa
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PLATZ 39: Oracle Corporation - der weltweit drittgrößte Softwarehersteller mit Hauptsitz in Redwood Shores (Silicon Valley, Kalifornien). © dpa
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PLATZ 38: Philips Electronics - Elektronikkonzerne mit Sitz in Amsterdam (Niederlande). © dpa
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PLATZ 37: Siemens AG © dpa
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PLATZ 36: Pfizer - Pharmakonzern mit Hauptsitz in New York, stellt unter anderem Viagra her. © dpa
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PLATZ 35: Masterfoods (MARS) - US-amerikanischer Nahrungsmittelkonzern. Produkte: Mars, Milky Way, Snickers, Twix, M&M’s, Bounty, Uncle Ben’s Reis, Dolmio, Pedigree, Whiskas, Frolic, Kitekat, Sheba, Cesar, Trill, etc. © dpa
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PLATZ 34: Hewlett-Packard Company - eine der größten US-amerikanischen Technologiefirmen. © dpa
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PLATZ 33: Royal Dutch Shell plc (Kurz: RDS) ist das weltweit größte Energie-Unternehmen und seit Juli 2009 das nach Umsatz weltweit größte Unternehmen. © dpa
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PLATZ 32: Kraft Foods - ein internationaler Lebensmittelkonzern. © dpa
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PLATZ 31: Exxon Mobil Corporation - ein amerikanischer Mineralölkonzern. © dpa
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PLATZ 30: Intel Corporation (Integrated electronics) - ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. © dpa
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PLATZ 29: Nokia - Telekommunikationskonzern mit Hauptsitz im finnischen Espoo, der vor allem als Mobiltelefon-Hersteller bekannt ist. © dpa
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PLATZ 28: UBS AG - Schweizer Grossbank mit Hauptsitzen in Zürich und Basel. © dpa
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PLATZ 27: Unilever - weltweit einer der größten Hersteller von konsumtiven Verbrauchsgütern. © dpa
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PLATZ 26: Bain & Company international operierende Unternehmensberatung („Strategieberatung“) © screenshot
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PLATZ 25: Credit Suisse (CS) – global tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Zürich. © dpa
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PLATZ 24: Nestlé S.A. - der grösste Lebensmittelkonzern der Welt. © dpa
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PLATZ 23: Accenture Ltd. - US-amerikanische Unternehmensberatung, Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister © dpa
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PLATZ 22: HSBC - Finanzdienstleister © dpa
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PLATZ 21: Citigroup Inc. - Finanzdienstleister mit Hauptsitz in New York. © dpa
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PLATZ 20: General Electric - Branchen: Flugzeugtriebwerke, Elektrik, Finanzierung, Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft, Automatisierung © screenshot
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PLATZ 19: Deutsche Bank © dpa
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PLATZ 18: Johnson & Johnson - amerikanischer Pharmazie- und Konsumgüterhersteller, Produkte sind u.a. Penaten, bebe, Listerine, Compeed. © dpa
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PLATZ 17: IBM - US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen. © dpa
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PLATZ 16: Sony - japanischer Elektronikkonzern. © dpa
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PLATZ 15: Morgan Stanley - US-amerikanische Großbank. © dpa
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PLATZ 14: L’Oréal S.A. - französischer Konsumgüterkonzern und Kosmetikhersteller. © dpa
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PLATZ 13: Coca Cola - Getränkehersteller © dpa
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PLATZ 12: BMW - deutscher Autobauer. © dpa
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PLATZ 11: The Boston Consulting Group (BCG) - eine der weltweit führenden Unternehmensberatungen. © screenshot
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PLATZ 10: Deloitte Touche Tohmatsu - Branche: Wirtschaftsprüfung und Beratung. © screenshot
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PLATZ 9: McKinsey & Company - Unternehmens- und Strategieberatung. © dpa
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PLATZ 8: KPMG - Netzwerk internationaler Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen. © dpa
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PLATZ 7: JPMorgan Chase & Co. - amerikanische Großbank © dpa
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PLATZ 6: The Procter & Gamble Company - amerikanischer Konsumgüter-Konzern. Marken: Wella, Gilette, Rei, Tempo, Ariel, Always, Dash, Lenor, u.v.m. © screenshot
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PLATZ 5: Ernst & Young - Prüfungs- und Beratungsunternehmen. © screenshot
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PLATZ 4: Goldman Sachs - Finanzdienstleister für Großunternehmen (Vor der Wirtschaftskrise auch als Investmentbank tätig). © dpa
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PLATZ 3: Microsoft - US-Softwarehersteller („Windows“). © dpa
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PLATZ 2: PricewaterhouseCoopers AG - Wirtschaftsprüfung und Beratung © screenshot
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PLATZ 1: Google - Softwarefirma und Suchmaschinen-Gigant. © dpa

Bereits im Mai hatte SMA auf den Engpass hingewiesen, nun hat sich die Situation verschärft. Sogar fest zugesagte Lieferungen kann das Unternehmen nicht immer erfüllen. Wann es besser wird, ist noch unklar. Bei Fragen verweist SMA auf seine Homepage. “Einschätzungen der Halbleiterindustrie gehen von einer schrittweisen Entspannung der Lage im dritten oder vierten Quartal 2010 aus“, heißt es dort. Dennoch gelten die Nordhessen als große Profiteure der Knappheit. Ihre Gewinnmarge dürfte weiter steigen. In der Branche zieht SMA derweil zunehmend Ärger auf sich. Viele Solarunternehmen fürchten um ihren Ruf, die Kunden zuverlässig zu beliefern. “Schon seit Monaten werden wir vertröstet, und ständig kürzt SMA zugesagte Mengen“, schimpft ein Branchenvertreter. Der Markt ist quasi leer gefegt, einzelne Wechselrichter werden im Internet versteigert.

Das Photovoltaikunternehmen IBC Solar aus dem fränkischen Bad Staffelstein geht zum Beispiel davon aus, in diesem Jahr nur 70 Prozent der geplanten und bestellten Menge an Wechselrichtern zu bekommen. “Für unser Geschäft bedeutet das, dass wir unsere Umsätze nicht wie geplant ausbauen können und bestehende Geschäftsverbindungen teilweise gefährdet sind“, sagt Vorstandsmitglied Norbert Hahn.

Auch Solarworld hält die Lage auf dem Wechselrichter-Markt für “höchst bedauerlich“. Das Unternehmen hofft, dass sich die Situation im zweiten Halbjahr normalisiert. “Für die Zukunft hoffen wir, dass die Hersteller ihre Liefersituation besser in den Griff bekommen“, sagt ein Sprecher.

Die traumhafte Situation für SMA, alle Wechselrichter aus der Hand gerissen zu bekommen, könnte früher zu Ende sein als dem Unternehmen lieb ist. Denn Engpässe sind in der von Subventionen geprägten Solarbranche nichts Neues. Lange war Silizium knapp, später Zellen und Module. Stets rief die Aussicht auf hohe Renditen neue Spieler vor allem in Asien auf den Plan. Mit immensem Kapitaleinsatz fuhren sie eigene Produktionen hoch. Die Folge war ein Überangebot und damit einbrechende Preise.

Das könnte nun auch SMA drohen. Denn längst haben Unternehmen vor allem in Taiwan begonnen, in Wechselrichter zu investieren. Noch fehlt ihnen allerdings das Know-how. Den Experten vom Großhändler Phoenix Solar zufolge könnte es ein bis zwei Jahren dauern, bis neue Anbieter auf den Markt kommen. Andere Experten halten es aber auch für möglich, dass Unternehmen die Wechselrichter-Technologie durch Zukäufe erschließen könnten. Als mögliche Kandidaten gelten etwa die deutschen Solarunternehmen Conergy und Sunways, die kleine Wechselrichtersparten betreiben.

Von Nadine Murphy und Erik Nebel

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