Regierung soll umdenken

Neue Forderungen für Mindestlohn

München - Gut zwanzig Wohlfahrtsverbände und der DGB in Bayern fordern von der Staatsregierung einen Mindestlohn. Auch einen weiteren Kritikpunkt nennt das Soziale Netz.

Mehr als zwanzig Wohlfahrtsverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bayern fordern von der Staatsregierung ein Ende des Widerstands gegen gesetzliche Mindestlöhne. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung beklagt das Soziale Netz Bayern, die Spaltung des Arbeitsmarkts schreite „immer weiter voran“. Der Anteil der befristeten Jobs sei in den vergangenen zehn Jahren um 70 Prozent auf 373 000 angestiegen. Über eine halbe Million Vollzeitbeschäftigte in Bayern arbeite im Niedriglohnbereich. Auch die Leiharbeit greife immer weiter um sich.

„Für immer mehr Menschen reicht das Einkommen aus ihrer Arbeit nicht mehr zum Auskommen und muss durch Hartz IV aufgestockt werden“, heißt es in der Erklärung. Das Soziale Netz kritisiert auch die überdurchschnittlich hohe Armutsquote bei Rentnern in Bayern. Mit 19 Prozent liege Bayern deutlich über dem westdeutschen Durchschnitt. Im Sozialen Netz zusammengeschlossen haben sich der DGB, die großen Wohlfahrtsverbände wie das Bayerische Rote Kreuz und die Caritas, aber auch kleinere Organisationen aus dem kirchlichen ebenso wie dem nichtkirchlichen Bereich.

dpa

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