Für marode Banken

Spanien benötigt von EU 60 Milliarden Euro

Madrid/Paris - Spanien wird zur Rettung maroder Banken nur einen Teil der von der EU zugesagten Hilfen benötigen. Die erforderliche Summe werde sich auf etwa 60 Milliarden Euro belaufen.

Das sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos der Zeitung „International Herald Tribune“ (Montagausgabe). Dies entspreche auch der Schätzung des Consulting-Unternehmens Oliver Wyman.

Die EU hatte Spanien für die Banken-Sanierung eine Kredithilfe von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Wenn die Forderungen der Geldhäuser über die Einschätzungen der Experten hinausgingen, werde man der Meinung der Consulting-Firma den Vorrang geben, betonte der Minister. Es sei nicht zu erwarten, dass Banken geschlossen werden müssten. „Eine Liquidation bedeutet, dass der Laden ganz dicht gemacht wird. Aber so etwas ist nicht vorgesehen“, sagte De Guindos.

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Die Banken sind eine große Schwachstelle im spanischen Finanzsystem. Seit dem Ende des Baubooms haben sie eine Vielzahl „fauler Immobilienkrediten“ in ihren Bilanzen, die nicht eingelöst werden können. Allein das Geldhaus Bankia, die viertgrößte Bank in Spanien, benötigt für ihre Sanierung vom Staat mehr als 24 Milliarden Euro.

dpa

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