Sparkassen sehen sich durch Bankenregulierung benachteiligt

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Frankfurt/Main - Die Sparkassen haben erneut Ausnahmeregelungen für sich bei den anstehenden strengeren Kapitalregeln für Banken (“Basel III“) gefordert.

“Mit der Umsetzung wird der europäische Bankenmarkt nach den Bedürfnissen international tätiger Großbanken gestaltet“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, am Montag bei der “Handelsblatt“-Jahrestagung “Banken im Umbruch“ in Frankfurt. Gerade den kleinen Kreditinstituten, die in Krise stabil waren, werde dagegen durch zusätzliche Kosten und immer mehr Komplexität Stück für Stück der Boden entzogen.

Haasis kritisierte in diesem Zusammenhang, dass etwa Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit der Drohung des Ausweichens auf andere Finanzplätze versuche, “notwendige Regeln“ wie etwa die Finanztransaktionssteuer zu verhindern. “Das ist die Masche, mit der in den letzten Jahren ein Wettlauf um Deregulierung angeheizt wurde, der uns erst in die Krise geführt hat“, sagte Haasis.

Haasis bemängelte bei Basel III besonders, dass Staatsanleihen als sicherer bewertet würden als Kredite an mittelständische Unternehmen. Zudem würde die Finanzierung großer Unternehmen über Anleihen gegenüber normalen Unternehmenskrediten bevorteilt. Die geplante Regulierung werde auch zu Lasten kleiner Kreditnehmer gehen, deren Darlehen künftig eher kürzere Laufzeiten bekommen würden.

dpa

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