Sparkassen: Geschäft stabil, weniger verdient

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Die Verhandlungen über eine nachträgliche Beteiligung der Sparkassen an der milliardenschweren Rettung der Landesbank laufen.

München - Die Sparkassen in Bayern haben 2011 trotz stabiler Geschäfte weniger verdient. Bei der Sparkasse hofft man auch auf ein schnelles Ende der Verhandlungen über eine nachträgliche Beteiligung an der  Rettung der Landesbank.

Der Überschuss der 72 Institute sank auf rund 470 Millionen Euro, wie der Sparkassenverband am Freitag in München mitteilte. 2010 waren es noch etwas mehr als 500 Millionen Euro gewesen.

Die Zahlen sind allerdings nur vorläufig, eine Einigung mit dem Freistaat und der BayernLB über einer nachträgliche Beteiligung der Sparkassen an der milliardenschweren Rettung der Landesbank ist noch nicht in die Bilanz eingerechnet.

Sprakassenpräsident hofft auf schnelle Einigung

Bayerns Sparkassenpräsident Theo Zellner hofft auf ein schnelles Ende der Verhandlungen über eine nachträgliche Beteiligung der Sparkassen an der milliardenschweren Rettung der Landesbank. Die Gespräche dazu liefen positiv, sagte Zellner am Freitag in München. „Ich bitte um Verständnis, dass wir genaue Daten erst sagen können, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind.“ Aber er verriet, dass es zwar viel Einigkeit gebe, über wichtige Details aber noch verhandelt werde.

Lesen Sie dazu auch "Einigkeit bei Freistaat und Sparkassen"

Das Ganze aber noch im März über die Bühne zu bringen, sei ein sehr „ambitioniertes Ziel“, sagte Zellner. Grundsätzlich sollen sich die Sparkassen mit dem Freistaat und der Landesbank bereits geeinigt haben, der Abschluss steht aber noch aus.

Die Einigung ist nötig, damit das EU-Beihilfeverfahren für die BayernLB abgeschlossen werden kann. Brüssel verlangt im Gegenzug für die Staatshilfen Milliarden von der BayernLB, die auch die Sparkassen als frühere Miteigentümer mitaufbringen sollen. Ihren Anteil sollen die Sparkassen etwa über einen Kauf der Bausparkasse LBS und der Wandlung von Einlagen aufbringen.

Die Knackpunkte

Dort liegen auch die Knackpunkte: So ist etwa noch nicht geklärt, wie die Wandlungen der Stillen Einlagen in Eigenkapital genau geregelt wird. „Es gibt Sparkassen, die haben gar keine Einlagen bei BayernLB. Und es gibt welche, die haben viele“, sagte Zellner. Hier müsse die Umsetzung geklärt werden. Für die Sparkassen sei wichtig, dass kein Abschreibungsbedarf entstehe, betonte der Verbandschef.

Zuvor müssen allerdings noch die Gremien der Sparkassen einer Einigung zustimmen. Danach muss auch Brüssel grünes Licht geben. „Wir sind halt kein Konzern“, sagte Zellner. Die Verhandlungen zwischen allen Beteiligten seien aber vom Ziel geprägt, für Bayern zu einer gemeinsamen Haltung zu kommen. Unumstritten sei, dass die Sparkassen sich an einer nachträglichen Lastenübernahme beteiligen müssen.

dpa

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