"Spiegel": Milliardenverlust bei der Bad Bank der HRE

München - Die FMS Wertmanagement soll die giftigen Risikopapiere der verstaatlichten Immbilienbank Hypo Real Estate zu Geld machen. Dabei hat die "Bad Bank" laut "Spiegel" bisher Milliardenverluste verbucht.

Die "Bad Bank" der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) könnte für die ersten Monate ihrer Tätigkeit einen Milliardenverlust verbuchen müssen. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge hat der Vorstand der FMS, Christian Bluhm, das parlamentarische Finanzmarktgremium auf einen Verlust in Milliardenhöhe bei der FMS Wertmanagement vorbereitet, ohne allerdings eine genaue Summe anzugeben.

Ein Sprecher der FMS Wertmanagement wollte den Bericht am Sonntag in München nicht kommentieren, bestätigte aber, dass das Gremium am Freitag tagte. Dabei habe es sich aber um eine geheime Sitzung gehandelt. Bisher habe die FMS Wertmanagement keinen Jahresabschluss aufgestellt. Erst dann könnten auch Zahlen veröffentlicht werden. Der "Spiegel" berichtete, das Eigenkapital der Anstalt von 3,8 Milliarden Euro werde laut Bluhm durch den Verlust nicht aufgezehrt. Das Bundesfinanzministerium äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Die FMS Wertmanagement sollte der mit Steuermilliarden geretteten HRE - die mittlerweile als Deutsche Pfandbriefbank auftritt - den Neustart ermöglichen. Dafür wurden Anfang Oktober Papiere in einem Volumen von nominal rund 173 Milliarden Euro in die landläufig "Bad Bank" genannte Gesellschaft ausgelagert und damit die wohl größte Finanztransaktion der deutschen Geschichte gestemmt. Die FMS soll die Papiere möglichst zu Geld machen und "wertschonend", also möglichst ohne Verluste, wieder auf den Markt bringen.

Dabei ist die "Bad Bank" gar keine richtige Bank, ihr fehlt eine entsprechende Lizenz. Sie ist eine "öffentlich-rechtliche, teilrechtsfähige Abwicklungsanstalt", die unabhängig von der HRE arbeitet. Für die mögliche Risiken haftet am Ende der Bund über den Bankenrettungsfonds Soffin.

Die HRE war nach einer dramatischen Notlage im Herbst 2008 mit Hilfen von mehr als 100 Milliarden Euro gerettet und später verstaatlicht worden. Der Garantierahmen für die Bank hatte sich vor Gründung der "Bad Bank" auf bis zu 142 Milliarden Euro summiert. Die Garantien hat die FMS mittlerweile zurückgegeben.

dpa

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