Spüli-Kartell zockt Verbraucher ab

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Die Hersteller von Spülmaschinentabs haben jahrelang ihre Preise abgesprochen

München - Auf Kosten der Verbraucher haben sich mehrere namhafte Unternehmen jahrelang bereichert. Eines ging nun auch noch straffrei aus.

Spülmaschinentabs sind wahnsinnig praktisch – kaum ein Verbraucher hat bisher geahnt, dass dahinter ein wahres Kartell steckt! Die Deutschen haben jahrelang zu viel für die Spülmaschinentabs von Calgonit und Somat bezahlt. Die Hersteller der Produkte, Henkel und Reckitt Benckiser, sprachen sich nach Ermittlungen des Bundeskartellamtes illegal über Preiserhöhungen ab. „Die Zeche zahlte der Verbraucher“, sagt Bundeskartellamtchef Andreas Mundt.

Die Preisabsprachen der beiden Hersteller betrafen nach Angaben der Wettbewerbshüter auch weitere Produkte, nämlich die Waschmittelzusätze der Marken Vanish Oxi Action und Sil sowie die Allzweckreiniger der Marken Cilit Bang und Bref.

Die Wettbewerbsbehörde verhängte deshalb gegen Reckitt Benckiser und verantwortliche Mitarbeiter des Unternehmens in zwei Verfahren Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 24 Millionen Euro. Henkel ging straffrei aus, weil das Unternehmen die Wettbewerbshüter 2010 selbst über die Absprachen informiert hatte und in den Genuss der Kronzeugenregelung kam.

Die beiden Markenartikler hatten zwischen 2005 und 2007 die Höhe und den Zeitpunkt von Preiserhöhungen abgesprochen – zulasten der Kunden!

tz

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