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Nach gutem Wirtschaftsjahr

Starker Euro und US-Steuerreform könnten Dax ausbremsen

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Zufriedenheit dominiert zum Jahresabschluss an der Frankfurter Börse.

Zum Jahresende verlor der DAX nochmal ein wenig, aber insgesamt blickt man an der Frankfurter Börse hochzufrieden auf dieses Wirtschaftsjahr zurück.  Um satte 12,5% stieg der Leitindex 2017 - doch Experten warnen vor holprigem Start.

Frankfurt/Main - Der Start in das neue Börsenjahr könnte durchaus holprig verlaufen. Wenn an diesem Dienstag (2. Januar) der Handel in Frankfurt wieder aufgenommen wird, dürfte der starke Euro viele Anleger weiter umtreiben. Eine Verteuerung der Gemeinschaftswährung kann den exportlastigen Unternehmen hierzulande den Absatz ihrer Waren außerhalb der Eurozone erschweren.

Der Eurokurs hat am Freitag erneut zugelegt und ist über 1,20 US-Dollar gestiegen. Am Nachmittag lag der Kurs bei 1,2001 Dollar. Dies ist der höchste Stand seit September. Im frühen Handel hatte der Euro noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,1993 (Donnerstag: 1,1934) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8338 (0,8379) Euro.

Mehr Kredite an Unternehmen und private Haushalte

In der Bankencity in Frankfurt am Main laufen die Planungen fürs kommende Wirtschaftsjahr auf Hochtouren.

Die in Deutschland höher als erwartet ausgefallene Inflationsrate stützte laut Händlern den Eurokurs. Die Verbraucherpreise waren im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet. Im Jahresdurchschnitt 2017 erreichte die Inflationsrate mit 1,8 Prozent den höchsten Stand seit fünf Jahren.

Außerdem stützten aktuelle Daten zur Kreditvergabe in der Eurozone. Wie die EZB am Vormittag mitgeteilt hatte, hat sich das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte im November beschleunigt. Die Auswirkungen hielten sich jedoch zunächst in Grenzen, da sich gleichzeitig das Wachstum der Geldmenge abschwächte.

Zudem könnte die US-Steuerreform Anlagegelder in die USA umlenken. Schließlich wurde dort die Ertragsteuer für Unternehmen kräftig von bisher 35 auf 21 Prozent gesenkt. Wegen dieses Vorhabens werde es wahrscheinlich vom 2. Januar an zu größeren Umschichtungen zu Lasten der europäischen Märkte kommen, schrieb Dirk Rogowski, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Veritas Investment. Da müsse man abwarten, ob das kompensiert werden könne.

Experten grundsätzlich zuversichtlich für 2018

Am Freitag, dem letzten Handelstag des Jahres, gab der deutsche Leitindex Dax um 0,48 Prozent auf 12 917,64 Punkte nach. Auf Jahressicht legte der Leitindex aber ein Plus von 12,5 Prozent hin. Als Kursstütze für den Dax könnten sich zum Beispiel die Konjunkturdaten der neuen Woche erweisen.

Grundsätzlich können die Anleger am deutschen Aktienmarkt mit Zuversicht in das neue Jahr gehen. Denn ungeachtet aller politischen Unsicherheiten und hoher Bewertungen gehen Experten auch 2018 von einem weiteren guten Börsenjahr aus. So dürften die regelmäßig steigenden Unternehmensgewinne, die robuste Kauflaune der Verbraucher und die immer noch niedrigen Zinsen zu einem weiteren Anstieg des Dax führen.

dpa

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