Statistiker sehen Aufwärtstrend bei Verbraucherpreisen

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Ein Kunde steht in einem Supermarkt am Kühlregal: Lebens- und Genussmittel waren im Oktober 1,5 Prozent teurer als im Vormonat. Foto: Oliver Berg/Archiv

Luxemburg (dpa) - Bei den Verbraucherpreisen im Eurogebiet zeichnet sich wieder ein leichter Aufwärtstrend ab. Die jährliche Inflationsrate erreichte im Oktober nach einer ersten Schätzung 0,0 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte.

Im Vormonat hatte sie noch bei minus 0,1 Prozent gelegen. Für das niedrige Inflationsniveau sorgt unverändert der starke Rückgang der Ölpreise. Energie war im Oktober 8,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor, nach einem Rückgang von 8,9 Prozent im September. Lebens- und Genussmittel waren dagegen 1,5 Prozent teurer. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,3 Prozent, Industriegüter um 0,4 Prozent.

Die Kerninflationsrate (ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel) stieg von 0,9 auf 1,0 Prozent. Sie gibt den grundlegenden Preistrend besser an als die Gesamtinflation.

Wegen der anhaltend schwachen Teuerung steuert die Europäische Zentralbank (EZB) auf eine zusätzliche Lockerung ihrer Geldpolitik zu. Anfang Dezember soll geprüft werden, ob und inwieweit gehandelt wird. Als eine Möglichkeit gelten eine Ausweitung der Wertpapierkäufe. Auch eine weitere Absenkung des Zinses für Bankeinlagen bei der EZB, der bereits negativ ist, ist denkbar.

Mit 0,0 Prozent liegt die Inflation im gemeinsamen Währungsraum weiter deutlich unter dem Zielwert der EZB für die Preisstabilität. Die Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent an.

Eurostat zur Inflation im Oktober

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