Schmiergeld an Steuer vorbei geschleust

Steuerhinterziehung: Bußgeld für Krauss-Maffei-Manager

München - Der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) muss wegen einer Steuerhinterziehung nach Schmiergeldzahlungen in Griechenland 175 000 Euro Bußgeld zahlen.

 Das Landgericht München verurteilte am Donnerstag zugleich einen ehemaligen KMW-Manager zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten. Beim Verkauf von Panzerhaubitzen an Griechenland im Jahr 2001 hatte er laut Anklage an Bestechungen und Steuerhinterziehungen mitgewirkt und dabei 650 000 Euro in die eigene Tasche gesteckt.

In ihrem Plädoyer nahmen die Staatsanwälte auch den KMW-Miteigentümer und langjährigen Firmenchef Manfred Bode ins Visier: Er habe die vom damaligen griechischen Verteidigungsminister geforderte Zahlung von 5,6 Millionen Euro an ein Beratungsbüro zweier SPD-Bundestagsabgeordneter angewiesen und zu Unrecht als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt.

Die Verteidiger des Ex-Managers sahen einen Großteil der Vorwürfe als unbewiesen an. Die Bestechung sei verjährt. Im Endeffekt habe der Staat sogar mehr Steuern eingenommen. Eine Bewährungsstrafe für den 72-Jährigen reiche.

dpa

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