Pauschbeträge, Arbeitszimmer, Pflegekosten

Steuerreform: Wird nun alles einfacher?

München - Für den 14. Dezember wird eine Entscheidung der Länderkammer hinsichtlich einer Steuerreform erwartet. Die tz erklärt jetzt schon die wichtigsten Änderungsvorschläge.

Wird die Steuererklärung bald einfacher? Sicher ist: Die Länder machen weiter Druck. Seit über einem Jahr wird das Thema diskutiert. Im Frühjahr standen die Bundesländer schon kurz vor einer Einigung – zerstritten sich aber. Die Unions- und SPD-geführten Länder Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Bremen haben nun ein Elf-Punkte-Programm zur Steuerreform entwickelt. Zentraler Punkt: Die Pauschbeträge für Arbeitnehmer erhöhen. Am 23. November wollen alle Bundesländer sich auf einen überparteilichen Beschluss einigen. Für den 14. Dezember wird eine Entscheidung der Länderkammer erwartet. Die tz erklärt jetzt schon die wichtigsten Änderungsvorschläge:

Pauschbeträge: Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag soll um 130 Euro steigen. Damit kann man in der Steuererklärung Werbungskosten von bis zu 1130 Euro absetzen, ohne dafür Quittungen und Belege vorlegen zu müssen.

Putzkraft, Gärtner, Handwerker: Um die 630 Millionen Euro Steuern aus den höheren Pauschbeträgen wieder reinzubekommen, sollen dafür die sogenannten „haushaltsnahen Dienstleistungen“ nicht mehr so großzügig wie bisher von der Steuer abgesetzt werden können. Das gilt für Malerarbeiten, Gärtner, Putzfrau oder sonstige Tätigkeiten rund ums Haus. Handwerkerrechnungen z.B. sollen künftig erst ab einem Betrag von 300 Euro steuerlich abgesetzt werden können. Bisher konnten diese Kosten voll abgesetzt werden.

Arbeitszimmer: Auch hier soll es in Zukunft weniger Papierkram geben. Künftig soll es einen eigenen Freibetrag für häusliche Arbeitszimmer geben. Pauschal sollen Arbeitnehmer monatlich bis zu 100 Euro absetzen können. Bisher mussten die Kosten für das Arbeitszimmer noch mühevoll individuell ausgerechnet werden.

Pflegekosten: Der Nachweis soll auch hier vereinfacht werden.

Finanzinvestoren: Die sogenannten Heuschrecken sollen künftig Steuern auf ihre Provisionen zahlen. Der sogenannte „Carried Interest“ soll nicht mehr steuerfrei sein.

NAM

Eine Milliarde - wieviel ist das?

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Rubriklistenbild: © dpa

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