Drei Fluglinien sind betroffen

Flugausfälle: Streik in Berlin trifft auch München

+
Etliche Flieger müssen am Boden bleiben: Auch der Münchner Flughafen ist am Montag von den Streiks in Berlin betroffen.

München - An den Berliner Flughäfen wird gestreikt. Das hat auch Auswirkungen auf den Münchner Airport. Am Montag mussten mehr als 50 Flüge gestrichen werden.

Der Streik an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld macht auch den Passagieren in München zu schaffen. Allein am Montag mussten 54 Starts und Landungen und damit alle Passagierflüge von und nach Berlin gestrichen werden, wie eine Flughafen-Sprecherin mitteilte. Betroffen waren Lufthansa, Air Berlin und Transavia. Auch am Dienstag dürfte es zu Flugausfällen kommen. Den Reisenden riet die Sprecherin, sich frühzeitig bei den Fluggesellschaften über mögliche Ausfälle und Alternativen zu informieren.

Hintergrund ist ein Streik des Bodenpersonals an den beiden Berliner Flughäfen, der bis Mittwochmorgen, 5.00 Uhr, dauern soll. Mit dem Streik will die Gewerkschaft Verdi ein besseres Tarifangebot für die rund 2000 Beschäftigten erzwingen. Der Flughafenverband ADV hatte der Gewerkschaft vorgeworfen, ihre Vorgehensweise gehe „über jedes verträgliche Maß hinaus“.

Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren. Das Gesamtvolumen betrage acht Prozent mehr Geld als im Moment ausgegeben werde, sagte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg. Darin sind die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert. Nach Angaben von Verdi würde ein einfacher Beschäftigter auf dieser Grundlage pro Arbeitsstunde 27 Cent mehr erhalten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz

Kommentare