Streit um Kündigungsschutz: Postbank-Filialen geschlossen

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Betriebsversamlungen: Die Postbank-Filialen bleiben zu, aber die Bankautomaten laufen normal weiter Foto: Martin Gerten

Bonn/Berlin (dpa) - Im Streit um einen tariflichen Kündigungsschutz für die rund 9500 Postbank-Mitarbeiter haben Arbeitnehmervertreter am Dienstag bundesweit Filialen der Bank lahmgelegt.

Die "überwiegende Zahl" der 1100 deutschen Filialen sei betroffen, sagte eine Banksprecherin. Die Betriebsräte hätten zu Betriebsversammlungen - vielfach von 10.00 bis 16.00 Uhr - aufgerufen.

In Hamburg blieben etwa alle 21 Filialen im Stadtgebiet geschlossen. Die Bankautomaten liefen aber weiter, betonte die Postbank-Sprecherin. Außerdem könnten Kunden einfache Bankgeschäfte auch in den Postagenturen erledigen.

Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi kündigte neben den Betriebsversammlungen zahlreiche weitere Aktionen wie Kundgebungen und "aktive Mittagspausen" an. Auch für die Zukunft seien weitere Aktionen nicht ausgeschlossen. Die Mitarbeiter sorgten sich um ihre Stellen - auch vor dem Hintergrund ständiger Verkaufsgerüchte, die von der Deutschen Bank als Eigentümerin nicht dementiert würden, sagte die Sprecherin. Ohne Kündigungsschutz werde es keinen Tarifabschluss geben.

Für die dritte Verhandlungsrunde bei der Postbank am 4. März in Hamburg fordere Verdi außerdem eine angemessene Gehaltsanhebung. Bisher hatten die Arbeitgeber jeweils 1,6 Prozent zum 1. März 2015 und 2016 angeboten. Dies sei viel zu wenig, sagte die Verdi-Sprecherin. Die Postbank-Sprecherin nannte das Angebot dagegen "fair und angemessen".

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