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Strom: Brüderle will gezielte Verbrauchssteuerung

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will mit gezielter Verbrauchssteuerung beim Strom Spitzenauslastungen wie die “Gänsebratenspitze“ am ersten Weihnachtstag kappen.

Das kündigte er am Dienstag bei der Eröffnung eines Kongresses zu “intelligenten“ Stromnetzen in Berlin an. Insgesamt müsse das Angebot aus erneuerbaren und dezentralen Energien mit der Nachfrage in Einklang gebracht werden können. In sechs Modellregionen würden elektronische Steuerungen des Verbrauchs und der Erzeugung getestet. In Mannheim zum Beispiel hätten 200 Testhaushalte seit Ende 2010 einen “Energiebutler“. Mit einer gezielten Verbrauchssteuerung könnten die Kunden Geld sparen. In Cuxhaven nähmen Kühlhäuser und Schwimmbäder gezielt dann Strom ab, wenn der Wind kräftig wehe.

In Karlsruhe und Stuttgart produzierten 1.000 Kunden Strom. Sie würden “Prosumenten“. Im Harz würden Solar- und Windkraftanlagen mit einem Pumpspeicherwerk zusammengeschaltet. Dadurch werde ein Netzausbau bis zum Jahre 2020 in dieser Region überflüssig. An Rhein und Ruhr wurden 20 Kleinstblockheizkraftwerke installiert. Sie können elektronisch zugeschaltet werden und so Geld für ihre Besitzer bringen. In Aachen schließlich bekämen 500 Verbraucher Auskunft von ihrem Stromzähler, aus welchen Quellen ihr Strom stamme und wie viel er jeweils koste. Der Verbraucher solle so die für ihn optimale Wahl treffen können. Brüderle sagte weiter, diese Projekte unterstütze sein Ministerium bis 2012 mit 40 Millionen Euro. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gebe 20 Millionen Euro. Und die jeweiligen Stromanbieter steuerten 80 Millionen Euro bei.

dapd

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