Studie: Wenig Chefwechsel in Deutschlands Vorstandsetagen

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Nur in jedem zehnten Unternehmen hat es der Studie zufolge 2014 einen Chefwechsel gegeben. Foto: Oliver Berg

München (dpa) - In Deutschland, der Schweiz und in Österreich sitzen Vorstandschefs derzeit besonders fest im Sattel.

In keiner anderen Region weltweit habe es im vergangenen Jahr weniger Chefwechsel bei börsennotierten Unternehmen gegeben, heißt es in einer Studie der Beratungsfirma PWC Strategy&, die der dpa vorab vorlag.

Nur in jedem zehnten Unternehmen habe es 2014 einen Chefwechsel gegeben. Und nur in 10 Prozent dieser Fälle sei der Abgang vorzeitig erfolgt. Das dürfte auch der guten Wirtschaftslage geschuldet sein. 2009 lag die Quote auf dem Höhepunkt der Finanzkrise bei 21 Prozent.

Weltweit lag die Wechselquote bei 14,3 Prozent. Ernüchternd sei der Anteil von Frauen, die weltweit an die Spitze von börsennotierten Unternehmen gerufen wurden. In 95 Prozent der Fälle übernahmen Männer den Chefposten. "Aber wir gehen weiterhin davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird und erwarten für das Jahr 2040 ein Drittel neu ernannter weiblicher CEOs", sagte Strategy&-Deutschlandchef Klaus-Peter Gushurst.

Veränderungen erwartet Gushurst auch für die Chefwechsel im deutschsprachigen Raum. "In den kommenden Jahren werden die Weichen für die digitale Zukunft gestellt." Dabei werde auch die Rolle von Vorstandschefs neu definiert. Digital- und Technologiekenntnisse würden wichtiger, die Bedeutung von industriespezifischer Erfahrung nehme ab. Schon 2014 seien 39 Prozent der neuen CEOs in den Unternehmen von außen an Bord geholt worden. Weltweit liege diese Quote nur bei 22 Prozent.

Für die Studie untersuchten die Macher die 2500 größten börsennotierten Unternehmen weltweit, für Deutschland, Österreich, und die Schweiz seien ergänzend die 300 größten Unternehmen dieser Region analysiert worden. Die Studie wird seit 2000 jährlich gemacht.

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