Antragsunterlagen eingereicht

Stromtrasse nach Franken rückt näher

Bayreuth - Hunderte Kilometer soll die Suedlink-Stromtrasse durch Deutschland verlaufen. Ihr Bau ist bei Bürgern und Kommunen sehr umstritten. Doch er wird wahrscheinlicher.

Der Bau der Suedlink-Stromtrasse von der Nordsee nach Franken rückt näher. Der Netzbetreiber Tennet hat am Freitag die Antragsunterlagen für die Höchstspannungsleitung vom holsteinischen Wilster nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt bei der Bundesnetzagentur in Berlin eingereicht. Die Bundesnetzagentur bestätigte den Eingang. Damit ist das Planungs- und Genehmigungsverfahren eröffnet. Der beste Korridor für die Trasse stehe aber erst nach Abschluss dieses Verfahrens in voraussichtlich zwei Jahren fest, erklärte Tennet in Bayreuth. Der Antrag umfasse viele alternative Streckenführungen, die zum Teil auf Vorschlägen von Bürgern beruhten.

Die rund 800 Kilometer lange Leitung soll Strom von Windrädern nach Süddeutschland bringen, wenn dort in acht Jahren die letzten Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. Gegen die Trasse wehren sich viele Kommunen und Anwohner. Sie befürchten, dass sich die Leitung mit ihren bis zu 70 Meter hohen Strommasten negativ auf ihre Lebensqualität und den Tourismus auswirken.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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