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Tarifgespräche über Jobsicherheit für Bankangestellte stocken

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Berater und Finanzexperten kämpfen um Jobsicherheit: Die Tarifgespräche dazu sind am Dienstag ohne Ergebisse vertagt worden.

Frankfurt/Main - Ohne greifbare Ergebnisse sind am Dienstag die Tarifgespräche über mehr Jobsicherheit für die rund 250 000 Beschäftigten privater und öffentlicher Banken vertagt worden. Eine vierte Gesprächsrunde wurde vereinbart.

In der dritten Verhandlungsrunde forderte die Gewerkschaft Verdi im Zeichen der Finanzkrise den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, Standortsicherung und die Verlängerung der Altersteilzeit. Die Arbeitgeber sind nach eigenen Angaben aber nicht bereit, über diese Themen zu sprechen. Sie bieten nur an, bei Stellenstreichungen familiäre Belange zu berücksichtigen.

Beide Seiten erwarteten keine rasche Einigung und verabredeten beim Auseinandergehen eine vierte Runde. Ein Termin wurde noch nicht festgelegt, soll aber noch in diesem Jahr sein.

Die Gespräche in Frankfurt wurde von Protesten begleitet. Rund 100 Bankbeschäftigte verlangten - analog zu dem staatlichen Schutzschirm für kriselnde Institute - einen weiteren Schirm für Angestellte. Dazu stellten die Mitarbeiter vor dem Verhandlungsort, der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (Soffin), zwei weiße Sonnenschirme auf.

Die Positionen beider Seiten liegen weit auseinander. “Wir sind nicht bereit, über einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen auf Tarifebene zu verhandeln“, betonte ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV), der gemeinsam mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) die Gespräche führt. Er verlangte, dass Verdi auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen verzichten müsse.

Den Arbeitgebern zufolge gebe es keinen breit angelegten Personalabbau infolge der Finanzkrise. Ein Verdi-Sprecher betonte dagegen, dass gerade im angeschlagenen Landesbankenbereich so viele Stellen in Gefahr seien, dass die Mitarbeiter mehr Jobsicherheit bräuchten.

Bereits im April hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nach einem monatelangen Konflikt auf einen Gehaltstarifvertrag geeinigt. Danach bekommen die rund 250 000 Beschäftigten - die Arbeitgeber sprechen von 240 000 - von privaten Banken, Bausparkassen sowie Landes- und Förderbanken rückwirkend zum November vergangenen Jahres 2,5 Prozent mehr Geld sowie eine Einmalzahlung.

dpa

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