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Tarifkonflikt bei LTU beigelegt

Berlin - Der Tarifkonflikt bei der Air-Berlin-Tochter LTU ist beigelegt. Nach der Einigung mit den Piloten wurde auch für die rund 1400 LTU-Flugbegleiter ein Tarifabschluss erzielt.

Das teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Montag in Berlin und Düsseldorf mit. Streiks beider Berufsgruppen hatten im August und September an mehreren Tagen zu Verspätungen und Flugausfällen geführt. LTU vereinbarte in dem neuen Tarifvertrag mit Verdi den Ausschluss von Entlassungen bis Ende 2010. Im Gegenzug werden die Gehälter bis zu diesem Zeitpunkt prozentual nicht erhöht. Allerdings erhält das Kabinenpersonal die Garantie für eine monatliche Mindeststundenzahl und damit ein gesichertes Grundeinkommen.

LTU-Geschäftsführer Helmut Weixler sprach von einem “fairen Kompromiss“. Verdi-Verhandlungsführer Peter Büddicker sagte der dpa in Berlin, die Stundengarantie laufe in diesem Jahr für viele Flugbegleiter “auf eine Entgelterhöhung hinaus“, weil auf etlichen Strecken “wenig geflogen wurde“. Rückwirkend zum 1. Januar wurden 66 bezahlte Mindeststunden im Monat festgelegt, vom 1. Januar 2010 an sind es dann 69 Stunden.

Der Tarifabschluss muss nun in einer zweiten Urabstimmung von den Verdi-Mitgliedern gebilligt werden. Erforderlich ist eine Zustimmungsquote von 25 Prozent. Erst am Freitag hatten sich Air Berlin und die Gewerkschaft Cockpit auf einen neuen Tarifvertrag für die LTU-Piloten verständigt. Er enthält ebenfalls die Elemente Beschäftigungssicherung, Verzicht auf Einkommenserhöhung und eine garantierte Mindestzahl an bezahlten Stunden.

dpa

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