Tata verkauft Teile seiner Stahlwerke in Großbritannien

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Das große Tata Stahlwerk im nordenglischen Scunthorpe wechselt den Besitzer. Foto: Lindsey Parnaby/Archivbild

London (dpa) - Der indische Industriekonzern Tata hat sich mit der britischen Investmentfirma Greybull Capital auf den Verkauf eines Teils seiner europäischen Produktionsstätten geeinigt.

Das teilte Tata am Montag mit. Damit geht für etwa 4400 Mitarbeiter in Großbritannien und 400 Mitarbeiter in Frankreich eine wochenlange Zitterpartie zu Ende. Bis zuletzt war über Schließungen spekuliert worden.

Greybull Capital will nun umgerechnet knapp 500 Millionen Euro in die Werke investieren, die künftig unter dem Namen "British Steel" weitergeführt werden sollen. Der britische Wirtschaftsminister Sajid Javid zeigte sich zufrieden mit der Vereinbarung: "Die Einigung sendet positive Signale an alle potenziellen Käufer für die restlichen Tata-Unternehmensteile in Großbritannien".

Weiter ungewiss ist unter anderem die Zukunft des größten Tata-Stahlwerks in Großbritannien in Port Talbot. Noch am Montag will die britische Regierung im Unterhaus über ihre Bemühungen berichten, einen Käufer für das Werk zu finden. Insgesamt beschäftigt Tata in Großbritannien etwa 15 000 Menschen. Die britische Stahlindustrie ist wegen der billigen Konkurrenz aus China massiv unter Druck geraten.

Pressemitteilung von Tata Steel

Statement des britischen Wirtschaftsministers Sajid Javid

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