Teile ausgegangen: VW stoppt Produktion im Hauptwerk

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Mitarbeiter der Volkswagen AG arbeiten im Stammwerk in Wolfsburg an einem Golf 5.

Wolfsburg - Wegen Nachschubproblemen bei Anbauteilen stoppt VW die Produktion im Hauptwerk Wolfsburg für einen Tag. Warum die Bänder still stehen:

Grund sind fehlende Teile sowohl von externen Zulieferern als auch aus den konzerneigenen Komponentenwerken, wie Motoren.

Die Fertigung habe ein so hohes Niveau erreicht, dass es “zu einem Stottern in der Produktions-Pipeline“ komme, bestätigte ein VW-Sprecher am Mittwoch. Deshalb hätten Management und Betriebsrat die Pause vereinbart. Auch die sogenannte Anfahrschicht am Sonntagabend im Karosseriebau entfalle. Danach gehe man davon aus, dass die Produktion stabil weiter gefahren werden könne.

In Wolfsburg werden Golf, Tiguan und Touran gebaut. Alle drei Modelle sind betroffen. Insgesamt laufen pro Tag 3000 Autos vom Band. Im Karosseriebau sowie in Lackiererei und Montage entfallen jeweils drei Schichten. Vereinbarte Liefertermine würden dennoch eingehalten, betonte der Sprecher. Am vergangenen Samstag war bereits eine fest vereinbarte Sonderschicht in der Golf-Produktion abgesagt worden.

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Beim Stuttgarter Autobauer Daimler dagegen sind derzeit keine Engpässe absehbar. “Wir sehen derzeit bei uns keine Probleme in der Produktion“, sagte ein Unternehmenssprecher in Stuttgart. Die Lieferkette sei intakt. “Wir sind in engem Kontakt mit unseren Lieferanten“, sagte der Sprecher. “Es ist klar, dass in der ganzen Industrie wegen der hohen Nachfrage die Kapazitäten stark ausgelastet sind.“ Bei BMW gibt es derzeit keine Pläne, die Produktion zu unterbrechen. Es gebe zwar hin und wieder Engpässe, diese könnten aber bislang ohne größere Schwierigkeiten überbrückt werden, sagte ein Sprecher in München.

dpa

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