Ein Tarif verschwindet aus dem Angebot

Telekom erhöht Preise für tausende Kunden ab Mai

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Die Deutsche Telekom wird zum 2. Mai die Grundgebühr für einen ihrer Tarife erhöhen. Ein anderer Tarif soll aus dem Angebot entfernt werden. 

Tausende Telekom-Kunden müssen ab Mai mit höheren Gebühren für ihren Internet- und Festnetzanschluss rechnen. Einen Tarif stellt der Konzern zudem ein. 

Ab 2. Mai müssen tausende Kunden der Deutschen Telekom mehr für ihren Internet- und Festnetzanschluss bezahlen. Der Konzern wird die monatliche Grundgebühr des Tarifs MagentaZuhause S für viele Bestandskunden anheben. Künftig soll der Tarif nicht mehr wie bisher 34,95 Euro pro Monat, sondern 36,65 Euro kosten. Das ergibt eine Preissteigerung von etwa fünf Prozent.

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Die Preissteigerung gilt aber nicht für alle Nutzer des Tarifs MagentaZuhause S. Betroffene Kunden sollen am Montag über die Änderung informiert werden, erklärte ein Sprecher der Telekom gegenüber inside handy. Dem Vernehmen nach sollen mehrere hunderttausend Kundenverträge von der Preismaßnahme betroffen sein. 

Video: Die Telekom erhöht ihre Preise für Hunderttausende Menschen  

Telekom: In Ausnahmefällen seien Preissteigerungen nicht zu vermeiden

Auch über die Ursachen der geplanten Gebührenerhöhung gibt die Telekom Auskunft: „In den nächsten Jahren investieren wir so viel wie kein anderes Unternehmen in den Ausbau unserer Festnetz- und Mobilfunknetze in Deutschland. Allerdings macht die allgemeine Entwicklung, zum Beispiel bei den Energiekosten, auch vor uns nicht halt“, heißt es vom Netzanbieter in einem Informationsschreiben, das der Redaktion von inside handy vorliegt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte gegenüber inside handy zudem, es sei ein großes Anliegen, Preise möglichst dauerhaft zu halten. „In Ausnahmefällen sind Preissteigerungen in einzelnen Verträgen aber nicht zu vermeiden“, gibt der Pressesprecher gegenüber inside handy bekannt. 

Der Tarif MagentaZuhause S umfasst neben einer DSL-Internet-Flat mit bis zu 16 Mbit/s im Downstream auch eine Flatrate für unbegrenzt viele Telefonate in das deutsche Festnetz. Dabei handelt es sich um die kleinste Doppel-Flat, die die Telekom derzeit aktiv bewirbt. Betroffene Kunden, die mit der Erhöhung der Grundgebühr nicht einverstanden sind, sollen sechs Wochen lang ein Sonderkündigungsrecht haben. Wer nicht kündigt, akzeptiert die Preissteigerung um 1,70 Euro pro Monat zum 2. Mai. 

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Eine Klausel in den AGBs der Telekom sichert die Preiserhöhung rechtlich ab

Rechtlich ist die Gebührenerhöhung übrigens durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) der Deutschen Telekom abgesichert. Dort hat die Telekom eine Klausel eingebaut, die ihr eine solche Preiserhöhung in Ausnahmefällen ermöglicht. Punkt 9.1 der AGBs besagt: „Wir sind berechtigt, die auf der Grundlage dieses Vertrages zu zahlenden Preise der Entwicklung der Gesamtkosten anzupassen, die für die Berechnung des vereinbarten Preises maßgeblich sind.“ Zu den Gesamtkosten zählt der Konzern beispielsweise Kosten für die Netzbereitstellung, den Netzbetrieb und die Netznutzung. 

Neben der Preiserhöhung für den Tarif MagentaZuhause S hat die Telekom wohl  noch eine weitere Änderung beschlossen, die viele Kunden nicht erfreuen dürfte: Bereits zum 4. Februar soll der Netzanbieter den Tarif Call & Surf Basic IP aus dem Angebot nehmen. Er wird zwar schon länger nicht mehr aktiv beworben, dennoch nutzen ihn bisher noch einige Kunden. Sie werden vermutlich auf den DSL-Tarif MagentaZuhause XS umgestellt. Dieser Tarif enthält eine Internet-Flatrate mit 16 Mbit/s im Downstream aber keine Sprachflatrate und kostet mit 31,95 Euro pro Monat zwei Euro mehr als der Alttarif. Betroffene Kunden haben die Möglichkeit, die Preiserhöhung nicht zu akzeptieren. Dann werden sie von der Telekom jedoch eine Kündigung erhalten, gab die Pressestelle des Unternehmens auf Anfrage von inside handy bekannt.  

Doch nicht nur Gebührenerhöhungen bei der Telekom ärgern die Verbraucher. Auch im Einzelhandel gibt es immer wieder versteckte Preissteigerungen bei verschiedenen Produkten.

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