Telekom kündigt Aktienrückkauf an

Bonn - Die Deutsche Telekom will wie bereits angekündigt im großen Stil Aktien zurückkaufen. Insgesamt sollen vom 10. August an bis Ende des Jahres Aktien im Wert von 400 Millionen Euro erworben werden.

Das teilte der Konzern am Dienstag in Bonn mit. Auf der Basis des Schlusskurses vom 26. Juli 2010 entspräche das etwa 39 Millionen Aktien oder 0,9 Prozent des Grundkapitals. Die Telekom-Aktie stieg am Dienstag nach der Ankündigung noch an und schloss mit einem Plus von 0,68 Prozent auf 10,325 Euro. Durch den Rückkauf eigener Aktien erhöht sich der Gewinn je Aktie (EPS), weil sich die Aktienzahl, durch die das maßgebliche Ergebnis geteilt wird, verringert. Für die Telekom-Aktionäre heißt das aber auch, dass die Dividende in diesem Jahr wohl erst einmal sinken wird. Der Vorstand erwarte, dass für 2010 eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vorgeschlagen werde, hieß es in der Mitteilung.

Für 2009 hatten die Aktionäre noch 78 Cent bekommen. Die Differenz fließt jetzt in den Aktienrückkauf. Telekom-Chef Rene Obermann hatte seinen Aktionären im Februar bis 2012 eine stabile Ausschüttung von durchschnittlich 3,4 Milliarden Euro pro Jahr versprochen. Diese sollen die Anteilseigner in Form einer Dividende von mindestens 70 Cent und Aktienrückkäufen von bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Auf der Hauptversammlung Anfang Mai hatte sich der Telekom- Vorstand bis November 2011 Aktienrückkäufe von bis 10 Prozent des Grundkapitals oder 1,1 Milliarden Euro genehmigen lassen. Das Grundkapital der Telekom belief sich Ende März auf rund 4,36 Milliarden Aktien und 11,16 Milliarden Euro.

dpa

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