Telekom: Weitere Einschnitte beim Personal

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Telekom-Chef René Obermann

Bonn - Die Deutsche Telekom plant neue Einschnitte bei der Belegschaft. “Der Personalumbau im Unternehmen muss weitergehen“, sagte Telekom-Chef René Obermann dem “Handelsblatt“.

“In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg, in anderen Bereichen stellen wir neu ein.“ Das trage der Sozialpartner auch mit. Im Februar will die Telekom ihre neuen Sparziele vorstellen. In der Vergangenheit hat der ehemalige Staatskonzern im Schnitt 10 000 Arbeitsplätze jährlich abgebaut. Lothar Schröder, Verdi- Bundesvorstand und stellvertretender Telekom-Aufsichtsratschef, sagte dem “Handelsblatt“, die entscheidende Sitzung zum Personalabbau habe noch nicht stattgefunden. “Es sieht aber so aus, als würden wir uns verständigen.

Die Telekom will offenbar nur Leute gehen lassen, die das selbst auch wollen.“ Von den neuen Plänen dürften vor allem Techniker betroffen sein. Die Telekom entwickelt wie andere Telekomunternehmen ein auf Internet-Technologie basierendes Netz der “nächsten Generation“, bei dem zum Beispiel Störungen von Computern in einer Zentrale beseitigt werden können. Studien gehen dem “Handelsblatt“ zufolge davon aus, dass dadurch 10 bis 20 Prozent der Techniker überflüssig werden.

Der Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV, Volker Geyer, forderte von der Telekom, dem sinkenden Personalbedarf durch Entwicklung neuer Dienste und Produkte entgegenzuwirken. Als Beispiele für mögliche neue Betätigungsfelder nannte er den Umweltschutz oder die Energieberatung. “Darüber hinaus ist es Aufgabe der Deutschen Telekom, ihre Beschäftigten ständig weiterzubilden, damit sie das notwendige Know-How für den Umgang mit den neuen Technologien erwerben. Auch dadurch wird Beschäftigung gesichert“, sagte Geyer weiter. In Deutschland beschäftigt der Bonner Telekom-Konzern insgesamt 130 000 Menschen.

Einem Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus zufolge (Ausstrahlung am Dienstag, 24. November) werden dort Beamte schon mit durchschnittlich 46 Jahren wegen Dienstunfähigkeit pensioniert. Wie das Magazin ermittelte, koste die Frühpensionierung bei den Post-Nachfolgeunternehmen Postbank, Telekom und der Deutschen Post den Steuerzahler jährlich 200 Millionen Euro.

dpa

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