Autonomes E-Auto

Tesla hält Mond für eine Ampel und bremst

Ein Tesla fährt am Abend auf einer Straße.
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Ist der „Full Self-Driving“-Modus von Tesla ausgeklügelt genug? Ein Vorfall lässt einen Kunden zweifeln.

Autonomes Fahren hat seine Tücken. Das bekam jetzt auch ein Tesla-Fahrer zu spüren. Wie er in einem Video demonstriert, fuhr sein Wagen plötzlich langsamer, weil er den Mond für eine gelbe Ampel hielt.

Palo Alto - Autohersteller wie Tesla bieten ihren Kunden bereits jetzt die Möglichkeit, einen Autopiloten einzuschalten. Insassen dürfen die Füße hochlegen - der Autopilot steuert das Fahrzeug von selbst und reagiert auch auf Signale von außen. Doch die ausgeklügelte Technik hat offenbar ihre Grenzen: Wie ein Twitter-Nutzer in einem Video demonstriert, bremste sein Tesla im „Full Self-Driving“ Modus plötzlich ab, weil er einen Vollmond für eine gelbe Ampel hielt.

„Hey Elon Musk“, schreibt der Tesla-Fahrer auf Twitter. „Ihr Team sollte mal einen Blick auf den Mond werfen - er trickst den Autopiloten aus“. Im Film sieht man deutlich, dass das System den Mond tatsächlich für die Ampel hält. Im Netz wurde das Video heiß diskutiert - und auf zahlreichen Plattformen wie Facebook geteilt. „Das sind halt momentan die Grenzen zwischen Künstlicher Intelligenz und menschlichem Denkvermögen“, meint ein Facebook-Nutzer. Ein anderer witzelt: „Das ist das Universum, das dir sagt, du sollst langsamer fahren.“

Tesla-Video: Nutzer witzeln - „Deshalb will Musk am Mond vorbei, zum Mars“

Ein Ex-Daimler-Ingenieur sagte kürzlich über Tesla: „Elon Musk ist von null auf Hundert gesprungen. Nicht Mond, gleich Mars“ (BW24* berichtete). Musks Vision, noch vor 2030 mit den Raumschiffen seines Unternehmens SpaceX auf dem Mars zu landen, blieb in Hinblick auf das Video natürlich nicht unkommentiert. Ein Twitter-Nutzer schreibt zu der Mond-Ampel-Verwechslung*: „Deshalb will der Mann am Mond vorbei und zum Mars! Hatten Sie irgendwelche Probleme mit dem Mars? Nein!“

Elon Musk selbst hatte kürzlich bereits eingeräumt, dass er in der Vergangenheit zu optimistisch war, was den Selbstfahr-Modus seiner Elektroautos betrifft. Daimler könnte Tesla in dieser wichtigen Zukunftstechnologie laut Experten sogar überlegen sein*. Durch den Fokus auf die E-Mobilität befinden sich Tesla und die Daimler AG* ohnehin mehr denn je im Konkurrenzkampf.

Tesla vs. Daimler: Wer hat die Nase vorn beim autonomen fahren?

Tesla bietet seiner Kundschaft beim autonomen Fahren zwei Systeme: Zum einen den „Enhanced Autopilot“ (zu Deutsch: erweiterter Autopilot), zum anderen „Full Self-Driving“ (kurz FSD, zu Deutsch: vollkommen autonomes Fahren). Das FSD bietet neben allen Funktionen des Enhanced Autopilots auch das Erkennen von Ampeln und Stoppschildern.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: So brachte Daimler zuletzt den elektrischen EQS auf die Straße, der zum Super-Konkurrenten für Tesla* werden soll. Ab 2022 wird der EQS mit dem „Level 3 Drive Pilot“ ausgestattet. Die Technologie ermöglicht es Fahrzeugen, in bestimmten Bereichen das Steuer zu übernehmen. Dazu zählen beispielsweise Staus oder lange Autofahrten bei langsamer Geschwindigkeit. Der Fahrer kann sich dann zurücklehnen, E-Mails lesen oder eine neue Playlist erstellen. *BW24 und *auto24.de sind Angebote von Ippen.Media.

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