Kälte bremst bayerischen Arbeitsmarkt

Nürnberg - Das seit Wochen anhaltende Winterwetter bremst die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Freistaat. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Erwerbslosen in Bayern im Dezember um etwa 10 000 zugenommen hat.

Die teils klirrende Kälte und ungewohnt große Schneemassen haben insbesondere im Baugewerbe ihre Spuren hinterlassen. Bereits im November war die Zahl der Arbeitslosen um 1500 auf 257 000 gestiegen. Dank der guten Konjunktur lag die Zahl der Arbeitslosen in Bayern zuletzt aber um gut 46 000 unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote im Freistaat war mit 3,8 Prozent die niedrigste aller Bundesländer.

Im Dezember dürfte die Quote nach Berechnungen des Arbeitsministeriums auf 4,0 Prozent steigen. Die offiziellen Zahlen gibt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit an diesem Dienstag in Nürnberg bekannt. Für das neue Jahr rechnet das Bayerische Arbeitsministerium aufgrund der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer weiter moderaten Abnahme der Arbeitslosenzahlen. Auch die Zahl der Beschäftigten werde weiter wachsen, hieß es. Bayern bliebe damit wie schon im Jahr 2010 vor Baden-Württemberg an der Spitze aller Bundesländer.

dpa

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