Mehrheit der Deutschen denkt

Mit der D-Mark ginge es uns „viel besser“

+
Eine D-Mark-Münze und eine Euro Münze stehen auf dem Tisch.

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen hält nicht viel von der EU und dem Euro. Das ergab eine Studie. 65 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass es ihnen mit der D-Mark heute "viel besser" ginge.

Franzosen und Polen bewerteten die EU im Gegensatz dazu positiver. Eine Mehrheit der Polen mit 59 Prozent glaubt, dass ihre Situation ohne EU schlechter wäre (besser: 28 Prozent). Wäre Frankreich nicht Teil der EU, ginge es ihnen etwas oder viel schlechter, vermuteten 53 Prozent der Franzosen (besser: 34 Prozent).

Jetzt auch in Lettland: Hier können Sie mit dem Euro bezahlen

Der Euro ist die einheitliche Währung der Europäischen Union. Insgesamt gilt der Euro inzwischen in 18 EU-Ländern als Zahlungsmittel. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke, um zu erfahren in welchen Ländern der Euro welche Währung ablöste. © dpa
In Deutschland gilt seit 2002 die neue Währung, die alte D-Mark hatte ausgedient. © dpa
Die Franzosen mussten 2002 ihren Franc für den Euro abgeben. © dpa
Auch die Italiener bekamen 2002 den Euro, dafür verlor die Lira ihre Gültigkeit. © dpa
In den Niederlanden ging 2002 die Zeit des Gulden zugunsten des Euro zu Ende. © dpa
Die griechische Drachme wich ebenfalls 2002 dem Euro. © dpa
2002 gab es in Belgien Euro statt Franc. © dpa
Das Aus für die finnische Finmark kam auch 2002. © dpa
In Irland wurde der Euro ebenfalls 2002 eingeführt und löste das irische Pfund ab. © dpa
Der österreichische Schilling hatte 2002 ebenso ausgedient. © dpa
In Portugal wurde der Escudo auch 2002 durch den Euro ersetzt. © dpa
2002 tauschten die Spanier ihre Peseten gegen Euro. © dpa
Der luxemburgische Franc wich 2002 dem Euro. © Wikipedia
Groß war der Jubel in Slowenien, als 2007 der Tolar durch den Euro abgelöst wurde. © dpa
Die Malteser tauschten 2008 ihre Lire gegen den Euro. © dpa
Wie in Malta wurde auch in Zypern 2008 der Euro eingeführt anstelle des zypriotischen Pfunds. © dpa
Die Slowakei stieß 2009 zu den Euro-Ländern, die Krone hatte ausgedient. © dpa
Als bislang letztes Land stieß Estland in den Kreis der Nationen, die den Euro eingeführt haben: 2011 war Schluss für die estnische krone. © dpa
Der Euro ist auch auch in einigen Ländern gesetzliches Zahlungsmittel, die nicht der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion angehören. © dpa
Montenegro und Kosovo führten im Zuge ihrer Unabhängigkeitsbestrebungen einseitig die deutsche Mark als Währung ein. Nach Ablösung durch den Euro stellten auch diese auf den Euro um. © dpa
San Marino, Vatikan, Monaco und Andorra hatten vor der Einführung des Euro Währungsunionen mit Italien, Frankreich bzw. Spanien. Daher gilt auch in diesen Ländern der Euro als Zahlungsmittel. © dpa
In Lettland ist der Euro seit dem 1. Januar 2014 offizielles Zahlungsmittel. © dpa

Skeptisch sind die Deutschen auch, was den Euro angeht. 65 Prozent glauben, dass sie mit der D-Mark heute besser dastünden. Nur 36 Prozent der Franzosen sehen das mit ihrem Franc genauso.

Positiv ist in der Europäischen Union aus deutscher Sicht jedoch die Reisefreiheit ohne Passkontrolle und die Vorbildfunktion für andere Regionen in der Welt. Wichtig sei die EU auch, damit die europäischen Länder weltweit wirtschaftlich bestehen könnten.

48 Prozent glauben, Deutschland sei durch die EU unsicherer geworden

Auf dem Herzen haben die Deutschen auch den sozialen Frieden in ihrem Land: 48 Prozent glauben, durch die EU-Mitgliedschaft sei es in ihrem Land unsicherer geworden. In Frankreich sehen das 38 Prozent so und in Polen, denken nur 28 Prozent der Befragten, dass es in ihrem Land durch die EU unsicherer geworden sei.

Alles in allem fällt die Bewertung der EU-Mitgliedschaft aber in allen drei Ländern mehrheitlich positiv aus. 52 Prozent der Deutschen, 54 Prozent der Franzosen und 65 Prozent der Polen sagen: Durch die EU haben wir eher Vorteile. Vor allem Nachteile sehen nur 32 Prozent der Deutschen und der Franzosen und 17 Prozent der Polen.

Für die repräsentative Umfrage wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung im Juli 2012 je 1000 Deutsche, Polen und Franzosen vom Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragt.

dpa/dapd

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny, Kaufland & Co. 
Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny, Kaufland & Co. 
Aldi Süd hat Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Aldi Süd hat Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Rückruf wegen Gesundheits-Gefahr: Tiefkühl-Riese Iglo warnt vor mehreren Produkten
Rückruf wegen Gesundheits-Gefahr: Tiefkühl-Riese Iglo warnt vor mehreren Produkten

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.