Höchster Stand sei 15 Jahren

Unruhen im Iran treiben Ölpreis in die Höhe

Die anhaltenden Proteste im Iran verursachen Preissteigerungen beim Ölpreis. Zwar haben die Unruhen noch keinen konkreten Einfluss auf die Ölproduktion, die Aussichten seien aber pessimistisch.

New York/London - Auch wegen Sorgen um die Entwicklung im Förderland Iran haben die Ölpreise am Mittwoch deutlich zugelegt und den höchsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren erreicht. Am Nachmittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar bis zu 61,50 US-Dollar. Das war der höchste Preis seit Juni 2015. Zuletzt kostete ein Barrel 61,35 Dollar und damit 98 Cent mehr als am Vortag. Der Preis der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März erreichte bei 67,62 Dollar den höchsten Stand seit Mai 2015 und lag zuletzt mit 67,53 Dollar um 96 Cent über dem Vortagesniveau.

Bei der Protestwelle im Iran, die am vergangenen Donnerstag begonnen hatte, sind bisher mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Staatspräsident Hassan Ruhani hatte am Dienstag eingeräumt, dass die Regierung die Lage nicht mehr völlig kontrolliere.

Nach Angaben von Vertretern der dortigen Ölindustrie sollen die Unruhen bislang keinen Einfluss auf die Ölproduktion und die Öllieferungen des Landes gehabt haben. Sollten die USA neue Sanktionen verhängen oder gar das Atomabkommen zur Disposition stellen, würde sich die Situation aber ändern, schrieb Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg in einem Marktkommentar.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / epa Paul Buck

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