Unternehmer Sixt: Hätte gegen Griechenland-Rettung gestimmt

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Unternehmer Erich Sixt (l-r),Bankier Friedrich von Metzler, Moderatorin Petra Gerster (l-r) und VW-Chef Martin Winterkorn bei der Diskussionsrunde zum Thema "Die Macht der Marke" in Passau.

Passau - Erich Sixt ist für seine markigen Sprüche bekannt. Auf einer Podiumsdiskussion in Passau wetterte er gegen die Griechenland-Rettung. VW-Chef Winterkorn war anderer Meinung.

Der Mietwagen-Unternehmer Erich Sixt hat sich gegen eine Griechenland-Rettung ausgesprochen. Im Bundestag hätte er “selbstverständlich“ und ohne Wenn und Aber dagegen gestimmt, sagte der Chef von Deutschlands größter Autovermietung Sixt am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion der Verlagsgruppe Passau in der Dreiflüssestadt. “Das Land ist kaputt. Es ist zutiefst korrupt“, sagte er. Das sei schon vor dem Beitritt Griechenlands in die Eurozone bekanntgewesen.

VW-Chef Martin Winterkorn hielt dagegen: “Ein Land einfach vor die Hunde gehen zu lassen, werden wir uns in Europa nicht leisten können.“ Auch bei VW gebe es Unternehmensteile, die manchmal negative Zahlen schrieben. Er betonte die Bedeutung des Euros für die deutsche Wirtschaft. “Auch wir bei Volkswagen profitieren vom Euro, keine Frage“, sagte er. “Wenn wir in der Welt als Europa bestehen wollen, dann brauchen wir einen starken Euroraum.“

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Der Generalstreik in Griechenland ist am Mittwoch ausgeartet, als Vermummte Brandsätze warfen und randalierten. © dpa
Demonstranten ziehen am Mittwoch durch die Straßen in Athen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © ap
Stinkende Müllberge türmen sich auf den Straßen in Athen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dapd
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dapd
Stinkende Müllberge türmen sich auf den Straßen in Athen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dapd
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa
U-Bahn und Bus fahren nicht mehr, die Akropolis bleibt geschlossen. Seit Tagen streiken die Menschen in Griechenlands Hauptstadt Athen und legen das öffentliche Leben lahm. © dpa

Sixt konterte, bei dem Euro gehe es nicht um den Europa-Gedanken, sondern um knallharte wirtschaftliche Fakten. Dass Griechenland zur Eurozone gehöre, sei eine “absolute Fehlentscheidung“ gewesen - “typisch lausige, katastrophale Politik, die zutiefst verwerflich ist“. Er halte nicht nur Griechenland für kaputt. “Spanien ist kaum restrukturierbar.“

Sixt hatte sich kürzlich mit einer ironischen Werbung in Griechenland unbeliebt gemacht. Das Plakat mit der Aufschrift “Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!“ stieß in dem hoch verschuldeten Land auf Unmut. Auf der Podiumsdiskussion sagte Sixt über die Werbung: “Ich bereue sie deswegen, weil ich natürlich das griechische Volk furchtbar sympathisch finde.“ Er habe es mit der Reklame nicht beleidigen wollen. “Wirtschaftlich gesehen stehe ich aber wirklich fest dazu: Die Drachme wäre für Griechenland die richtige Lösung und würde Griechenland wieder auf die Beine helfen.“

Die Verlagsgruppe Passau veranstaltete die Diskussionsrunde im Rahmen der Reihe “Menschen in Europa“, in der namhafte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort kommen. Zu Gast waren unter anderem schon der 14. Dalai Lama, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

dpa

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