Schlechte Neuigkeiten

US-Autobauer Tesla rutscht wieder in die roten Zahlen

Palo Alto - Gerade erst feierte Tesla einen bayerischen Autofahrer als Helden, da erhält das Unternehmen schlechte Neuigkeiten: es werden wieder Verluste gemacht. 

Der US-Elektroautobauer Tesla ist wieder in die roten Zahlen gerutscht. In seinem am Mittwoch vorgelegten Quartalsbericht meldete das Unternehmen wieder einen Verlust. Beim Umsatz konnte Tesla die Erwartungen allerdings übertreffen.

Insgesamt lag der Umsatz im vierten Quartal bei 2,3 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro), ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (1,2 Milliarden Dollar). Der Nettoverlust betrug 121 Millionen Dollar, vor einem Jahr waren es 320 Millionen Dollar. Im dritten Quartal hatte Tesla jedoch noch einen Gewinn von 22 Millionen Dollar verbucht.

Die Börse zeigte sich von den Quartalszahlen unbeeindruckt. Nachbörslich legten Tesla-Papiere um 1,5 Prozent auf 277,80 Dollar je Aktie zu

Die Konzernführung gab sich zuversichtlich und erwartete für das erste Halbjahr 2017 insgesamt ein Wachstum. Tesla sieht sich zudem mit seinem neuen Model 3 im Plan, dessen Serienproduktion im Juli beginnen soll. Von seinen Modellen S und X will das Unternehmen im ersten Halbjahr 47.000 beziehungsweise 50.000 ausliefern.

Im vergangenen Jahr hatte der Elektroautobauer seine Produktion enorm gesteigert. 2016 liefen knapp 84.000 Fahrzeuge vom Band, 64 Prozent mehr als 2015. Das angepeilte Verkaufsvolumen wurde im Schlussquartal aber um gut zehn Prozent verfehlt. Im letzten Quartal waren es 24.558 - davon wurden knapp 2800 nicht ausgeliefert.

Tesla produziert derzeit zwei Fahrzeuge - die Limousine Model S und den Siebensitzer Model X. 2017 soll das Model 3 folgen, das mit einem Startpreis von 35.000 Dollar (33.200 Euro) erschwinglicher sein soll als die bisherigen Modelle.

Zuletzt war das Unternehmen nach mehreren Unfällen in Zusammenhang mit seiner Autopilot-Technologie in die Kritik geraten. Zusätzlichen Druck auf Tesla will das Unternehmen Faraday Future mit einem Serienfahrzeug aufbauen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer
Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer

Kommentare