US-Daten bremsen Dax-Talfahrt etwas ab

Frankfurt/Main - Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die rasante Talfahrt des deutschen Aktienmarkts etwas gebremst. Zwischendurch lag der DAX sogar im Plus, rutschte dann aber wieder ab.

Der Dax notierte zuletzt bei 6387 Punkten. Vor den US-Daten war er sogar bis auf 6152 Punkte abgesackt, das war der tiefste Stand seit Oktober vergangenen Jahres. Damit litt er weiter unter den Ängsten vor einer Rezession in den USA und der Schuldenkrise in Europa. Der MDax stieg indes um 1,75 Prozent auf 9387 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,18 Prozent auf 733 Punkte abwärts.

In den USA hatte die Beschäftigung im Juli stärker als erwartet zugelegt. Die Arbeitslosenquote ging überraschend zurück, und für die durchschnittlichen Stundenlöhne ging es ein wenig stärker nach oben als prognostiziert. Nach den eher negativen Erwartungen sorge dies nun für etwas Erleichterung, hieß es aus dem Markt. Ein Händler hob indes hervor, dass die Daten nichts an den Problemen der Eurozone änderten. Kurzfristig seien sie aber etwas “Balsam auf die geschundenen Anlegerseelen“.

Wer ist im DAX?

Wer ist im DAX?

Die Anteilsscheine der Allianz verloren nach schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen 1,74 Prozent auf 81,39 Euro. Die griechische Schuldenkrise hatte bei Europas größtem Versicherer im zweiten Quartal überraschend stark auf den Gewinn gedrückt. Zu den Werten, die den Weg ins Plus schafften, zählten die Aktien des Dax-Spitzenreiters Commerzbank mit einem Aufschlag von 5,07 Prozent auf 2,280 Euro.

Die überraschend vorgelegten Halbjahreszahlen des Mobilfunkanbieters Drillisch wurden von den Anlegern mit Enttäuschung aufgenommen. Der Umsatz war stärker als befürchtet zurückgegangen, die Aktien büßten im TecDax 3,41 Prozent auf 7,540 Euro ein.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere deutlich auf 2,11 (Vortag: 2,23) Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,05 Prozent auf 127,02 Punkte. Der Bund Future sank um 0,38 Prozent auf 132,29 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4155 (Donnerstag: 1,4229) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7065 (0,7028) Euro.

dpa

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