US-Konjunkturbarometer steigt langsam wieder an

Washington - Die amerikanische Konjunktur hat sich von ihrem kleinen Hänger erholt und deutet nun wieder einen Aufwärtstrend an. Noch sind die Zahlen aber zu gering, um Entwarnung zu geben.

Hoffnungsschimmer für die trübe US-Wirtschaft: Nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat hat das Konjunkturbarometer der weltgrößten Volkswirtschaft seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen. Der Sammelindex aus Frühindikatoren kletterte im Mai um 0,8 Prozent, nachdem er im April revidiert um 0,4 Prozent gefallen war, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Freitag in New York mitteilte. Damit stieg das Barometer deutlich besser als von Ökonomen erwartet, die laut Finanzagentur Bloomberg mit einem Anstieg von nur 0,3 Prozent gerechnet hatten.

“Die Wirtschaft wird wahrscheinlich den Sommer und Herbst hindurch weiter wachsen, wenn auch unstet“, sagte Ken Goldstein, Ökonom beim Conference Board. “Das mäßige Wachstum hat mit starkem Gegenwind zu kämpfen, darunter hohe Preise für Nahrungsmittel und Benzin und einem schwachen Immobilienmarkt“, erläuterte er.

Der Sammelindex des Instituts setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen. Der Wert gibt einen Hinweis auf die Entwicklung in den kommenden drei bis sechs Monaten.

dpa

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