Gewerkschaft stellt Strafantrag

Betriebsrat-Skandal bei Vapiano

Bochum - Drei Mitarbeiter der Nudel-Kette Vapiano wollten einen Betriebsrat gründen. Das Unternehmen soll sie dabei massiv behindert haben. Die Gewerkschaft hat daraufhin Strafantrag gestellt.

Wie Welt Online berichtet, hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am vergangenen Freitag bei der Staatsanwaltschaft Bochum Strafantrag gegen Vapiano eingereicht. Der Vorwurf: Massive Behinderung bei der Wahl des Betriebsrates. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe.

Laut des Berichts wollten drei Bochumer Mitarbeiter im Januar einen Betriebsrat gründen. Zunächst sei ihnen von Vapiano bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen in Aussicht gestellt worden, sollten sie ihre Pläne aufgeben. Später soll die gesamte Bochumer Belegschaft - so verlautet aus Gewerkschaftskreisen - eingeschüchtert worden sein. So sei etwa bei einer Belegeschaftsversammlung damit gedroht worden, dass sie mit einer Gründung eines Betriebsrates ihren Arbeitslplatz gefährden würden. Dennoch ist am 31. Januar der Wahlvorstand, der eine spätere Betriebsratswahl organisiert, gewählt worden.

Kurz danach versuchte Vapiano offenbar diesen Wahlvorstand außer Kraft zu setzen, in dem das Unternehmen einen Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Arbeitsgericht Bochum beantragte. Die Wahl sei nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden. Ohne Erfolg - das Gericht wies den Antrang ab.

Daraufhin wurden zwei Mitglieder des Wahlvorstands fristlos gekündigt. Den verbliebenen drei Mitgliedern versucht das Unternehmen offensichtlich die Arbeit schwer zu machen: Weder Räumlichkeiten noch Sachmittel bekommen sie für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Doch Vapiano bestreitet auch diese Vorwürfe. "Für Vapiano ist die Arbeit von Betriebsräten wichtig", zitiert Welt Online das Unternehmen.

lot

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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