Restaurants in 33 Staaten

Beliebte Restaurant-Kette vor dem Aus? An der Expansion gescheitert

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Steht die Restaurant-Kette Vapiano vor dem Aus?

Die Systemgastronomie-Kette Vapiano rutscht weiterhin in die Krise. Nun hat auch der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens überraschend sein Amt niedergelegt. Steht Vapiano vor dem Aus?

Update vom 21. August:

Bei der angeschlagenen Restaurantkette Vapiano haben Aktionäre vor Beginn der Hauptversammlung Kritik geäußert. Die Firma habe die Komplexität ihres Expansionskurses völlig unterschätzt, erklärte Frank Rothauge, Geschäftsführer der AHP Capital Management GmbH, die über einen Fonds an Vapiano beteiligt ist. „Es dauert nun mal, bis ein neues Restaurant sich vor Ort etabliert hat und profitabel wird.“ Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sagte mit Blick auf den Aktien-Kursverfall, hohe Verluste und ein geplatztes US-Geschäft: „Was bei Vapiano passiert ist, kann Anlegern nicht gefallen.“

Die Hauptversammlung begann am Mittwochmorgen in Köln, mit dabei war auch Konzernlenker Cornelius Everke. Es dürfte sein letzter großer Auftritt als Vapiano-Chef sein, denn am Wochenende hatte er überraschend seinen Rücktritt zum Monatsende bekanntgegeben.

Beliebte Restaurant-Kette vor dem Aus? Jetzt gibt es den nächsten Rückschlag

Erstmeldung vom 19 August: Köln - Es läuft nicht rund bei Vapiano. Die Systemgastronomie-Kette rutscht wohl immer weiter in die Krise. Schon in den vergangenen Monaten war immer wieder von Problemen in dem Unternehmen mit Sitz in Köln zu hören. So verschob Vapiano beispielsweise im Frühjahr gleich dreimal die Vorlage des Jahresabschlusses, da die Offiziellen noch über einen dringend benötigten Kredit in Höhe von 30 Millionen Euro verhandeln wollten. 

Vapiano vor dem Aus? Aktie im Keller - Vorstandsvorsitzender schmeißt hin

Und auch der Börsengang des Unternehmens im Oktober 2017 hat sich bisher als Kurs-Flop herausgestellt. Allein in den letzten zwölf Monaten verzeichnete die Vapiano-Aktie ein Minus von 76,61 Prozent und rauschte kräftig in den Keller. 

Grund dafür könnte auch eine falsche Einschätzung der Expansionsstrategie des Unternehmens sein. „In der Vergangenheit haben wir uns bei der Auslandsexpansion etwas verhoben“, gestand Vorstandschef Cornelius Everke ein. Vapiano betreibt mittlerweile rund 230 Restaurants in 33 Staaten.

Eben jener Vorstandschef hat nun überraschend seinen Rücktritt verkündet und könnte so das Unternehmen weiter in die Krise stürzen. Der Vertrag von Everke wird nach Angaben von Vapiano einvernehmlich am 31. August beendet. Der scheidende Vorstandsvorsitzende wollte die Restaurant-Kette unter anderem mit Maßnahmen wie einer Verschlankung der Speisekarte wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Bislang jedoch ohne Erfolg. 

Wie geht es bei Vapiano weiter? Nachfolge für Everke steht bereits fest

Auch eine Übernahme der US-amerikanischen Restaurants durch einen kalifornischen Dienstleister scheiterte, wie stern.de berichtete. Ein Geschäft in Höhe von 20 Millionen US-Dollar ging Vapiano damit durch die Lappen. Geld, welches das Unternehmen gut hätte gebrauchen können. 

Eine Übergangs-Nachfolgerin für Everke ist jedoch schon gefunden. Die Aufsichtsratsvorsitzende Vanessa Hall soll das Unternehmen bis April 2020 kommissarisch führen. Eine dauerhafte Lösung, die Vapiano wieder in die schwarzen Zahlen zurückbringen soll, würde dann in einem „strukturierten Prozess“ gesucht werden, so das Unternehmen. 

fd

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