HVB verbucht Milliardengewinn

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Die Unicredit-Tochter HypoVereinsbank verbucht 2009 vor Steuern einen Milliardengewinn.

München - Die Unicredit-Tochter HypoVereinsbank verbucht 2009 vor Steuern einen Milliardengewinn. Doch es gibt zwei Schwachstellen, bei denen die Bank ohne Verstärkuung von außen nicht klarkommt.

Die Unicredit-Tochter HypoVereinsbank hat nach einem “Handelsblatt“-Bericht im vergangenen Jahr mit Schwächen im Privatkundengeschäft gekämpft. Das Segment Retail-Banking habe im vergangenen Jahr praktisch kaum zum Konzerngewinn vor Steuern von 1,3 Milliarden Euro beigetragen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf interne Dokumente. Auch beim Private Banking, also der Betreuung vermögender Kunden, komme die HVB nicht voran. Hier sei das Ergebnis deutlich auf rund 70 Millionen Euro eingebrochen, hieß es in der Zeitung (Freitag). Die HVB wollte zu dem Bericht am Freitag keine Stellungnahme abgeben.

Ihre Bilanz will die Tochter der italienischen Großbank Unicredit am kommenden Donnerstag (18. März) vorlegen. Der Zeitung liegen dem Bericht zufolge Eckwerte aus dem Januar vor, bis zum finalen Abschluss könne es noch zu Änderungen kommen, hieß es. Etwa vier Fünftel des gesamten Ergebnisses der Bank 2009 stammten den Daten zufolge aus dem neuen Segment Firmenkunden und Investment-Banking.

Ohne Verstärkung Privatkundengeschäft kaum auf Kurs zu bringen

Im Vorjahr hatte die HVB im Zuge der Finanzkrise noch einen Vorsteuerverlust von 595 Millionen Euro ausgewiesen, unter dem Strich fiel ein Verlust von 671 Millionen Euro an. Für das laufende Jahr sei HVB-Chef Theodor Weimer offenbar trotz der Probleme im Privatkundengeschäft zuversichtlich, hieß es im “Handelsblatt“. Nach internen Planungen gehe er von einem Vorsteuergewinn zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro aus.

Um das schwächelnde Segment zu stärken, komme ein Zukauf in Betracht, hieß es in der Zeitung. In Finanzkreisen gelte die HVB als heißester Kandidat für eine Übernahme des deutschen Privatkundengeschäfts der schwedischen SEB mit 174 Filialen und etwa einer Million Kunden. “Die HVB hat erkannt, dass sie ohne Verstärkung das Privatkundengeschäft kaum auf Kurs bringen kann“, sagte ein Insider der Zeitung. Auch dazu war bei der HVB keine Stellungnahme zu erhalten. Über ein Interesse des Münchner Geldhauses am Privatkundensegment der SEB war bereits spekuliert worden. Als weitere Kandidaten waren die französische Credit Mutuel mit ihrer deutschen Tochter Targobank (ehemals Citibank) sowie die spanische Santander genannt worden.

dpa

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