Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

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Verdi fordert von Karstadt Garantien - Beratung der Tarifkommission

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Auch die Karstadt-Filiale in Neumünster macht dicht. Foto: Carsten Rehder/dpa

Erneut soll es bei Karstadt Einschnitte in das Filialnetz geben. Deshalb dringt Verdi auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie. Die Gewerkschaft spricht von einem konzeptlosen Sparen und prüft weitere Schritte.

Essen (dpa) - Angesichts fünf weiterer Filialschließungen fordert Verdi von Karstadt eine Standort- und Beschäftigungsgarantie.

"Theoretisch wären weitere Häuserschließungen jederzeit möglich. Aus diesem Grund drängen wir in den Tarifverhandlungen auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle Häuser", sagte Arno Peukes, Verdi-Vertreter im Aufsichtsrat von Karstadt, den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Mittwoch).

"Das konzeptlose Sparen muss ein Ende haben", unterstrich er. Die Karstadt-Häuser würden Zeit benötigen, um sich mit erfolgversprechenden Konzepten am Markt zu bewähren. Er nannte es einen Fehler, weitere Häuser zu schließen.

Angesichts der Entwicklung kam die Tarifkommission der Gewerkschaft am Mittwoch zu Beratungen zusammen. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Zusammen mit Vertretern des Gesamtbetriebsrats sei es darum gegangen, das weitere Vorgehen zu besprechen, hieß es.

Das schließe auch die Frage nach möglichen Aktionen ein. Geklärt werden müsse auch, wann es mit den Tarifverhandlungen weitergehen solle. Derzeit ist die Fortsetzung der Gespräche für diesen Freitag (15. Mai) geplant.

"Die Beschäftigten in den betroffenen Filialen sind wütend und geschockt. Sie müssen einmal mehr die Zeche für falsche Managementkonzepte bezahlen", betonte Peukes. Bereits vor mehreren Wochen hatten Verdi-Vertreter öffentlich darauf hingewiesen, dass in den Tarifverhandlungen als letzte Eskalationsstufe Streiks möglich seien.

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt macht im Zuge ihrer Sanierung fünf weitere Warenhäuser dicht. Das hatte das Essener Warenhausunternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitgeteilt. Betroffen sind die Karstadt-Standorte in Recklinghausen, Bottrop, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt. Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte. Nach Gewerkschaftsangaben sind von den Schließungen 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt hat derzeit noch rund 16 000 Beschäftigte.

Karstadt-Mitteilung

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