Visa: Noch immer kein Datenleck gefunden

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Das Kartenunternehmen Visa konnte noch kein Datenleck bei Kreditkarten finden.

Frankfurt/Main - Nach dem massenhaften Austausch von Kreditkarten hat das Kartenunternehmen Visa weiter keine Hinweise auf ein Datenleck.

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Visa-Deutschland-Chef Ottmar Bloching sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag, man habe noch immer nicht feststellen können, dass tatsächlich Systeme geknackt worden seien. Solange kein Datenleck ausgemacht ist, will Visa keine Angaben darüber machen, ob das Unternehmen sich an dem Austausch der Karten beteiligt. Banken hatten von den Kreditkartenunternehmen zuvor gefordert, sich an den Kosten für den Austausch der Karten zu beteiligen.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker
Die Tricks, mit den sich Computerhacker Zugriff auf persönliche Daten verschaffen, werden immer vielfältiger. Waren es früher vor allem Viren und Trojaner, sind es mittlerweile Phishing-Methoden und Exploit-Attacken. Erfahren Sie hier die wichtigsten Tricks der Daten-Hacker und wie Sie sich dagegen schützen können: © mol
Die Tricks der Daten-Hacker
VIREN: Die überwiegende Anzahl der Viren gelangt als Anhang in E-Mails auf den PC. Auch eine Infektion über CD-ROM, USB-Stick oder Datei-Download aus dem Internet ist möglich. Viren können die Funktionsweise von Programmen beeinflussen, seltsame Texte ausgeben oder auch die Festplattte löschen. Viren sind aber auch in der Lage, vertrauliche Daten wie Bankverbindung oder Passwörter an ihre Programmierer weiter zu leiten. © dpa
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WÜRMER: Würmer sind zwar auch Viren, Würmer verbreiten sich aber über Computernetzwerke selbstständig weiter (Viren müssen durch einen Anwender mit den infizierten Dateien kopiert werden). Durch ihre schnelle Verbreitung benötigen Würmer enorme Netzwerk- und Rechenressourcen, wodurch es zum Ausfall von Servern kommen kann. Dies wiederum kann bei Firmen enormen wirtschaftlichen Schaden verursachen. © dpa
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TROJANER: Die Bezeichnung bezieht sich auf das Trojanische Pferd. Trojaner funktionieren auf die gleiche Weise: Ein scheinbar nützliches Programm versteckt im Inneren ein schädliches Programm. Dieses späht dann Passwörter und andere vertrauliche Daten aus. Trojaner verstecken sich zum Beispiel in Freeware- oder Shareware-Programmen, die im Internet zum Download angeboten werden. © dpa
Die Tricks der Daten-Hacker
BROWSER-ENTFÜHRUNG: Hacker können auch Ihren Browser entführen. Darunter versteht man die Umleitung von Browser-Anfragen auf fremde Internetseiten - statt auf Ihrer Startseite landen Sie zum Beispiel auf einer Werbeseite. Auch Ihre Lesezeichen oder Favoriten können durch die kleinen Schadprogramme geändert oder ergänzt werden. © dpa
Die Tricks der Daten-Hacker
PHISHING: Beim „Passwort-Fischen“ versenden Internet-Betrüger E-Mails, die vorgeben, beispielsweise von Banken zu sein. Die Mails fordern den Empfänger auf, die Kundendaten zu aktualisieren. Über einen Link in der E-Mail gelangt man dann auf gefälschte Internet-Seiten der Betrüger. So „fischen“ die Betrüger dann Bankverbindungen und andere Nutzerdaten ab.  © dpa
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PHARMING: Diese Betrugsmethode ist eine Weiterentwicklung des Phishing: Durch Trojaner oder Viren wird der PC so manipuliert, dass der Browser auf manipulierte Seiten umgeleitet wird, obwohl die richtige Internet-Adresse eingegeben wurde. Der Begriff „Pharming“ beruht darauf, dass die Betrüger große Server-Farmen unterhalten, auf denen die gefälschten Webseiten abgelegt sind. © dpa
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EXPLOITS: Mit so genannten Exploits testen Hacker Computersysteme auf Schwachstellen. Häufig sind Angriffe aus dem Internet mittels manipulierter Datenpakete oder spezieller Datenströme auf Schwachstellen in Netzwerksoftware. Diese Lücken nutzen die Hacker aus, um den Computer dann zu manipulieren. © dpa
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SQL-INJECTION: Eine spezielle Art der Exploits sind SQL-Injections. Hacker versuchen dabei, sich über SQL-Statements (die „Sprache“ mit der Datenbanken kommunizieren) über das Login-Feld Zugang zu den Datenbanken zu verschaffen. Mit den gewonnnen Informationen könnnen Hacker dann beispielsweise den Seiteninhalt von fremden Internetseiten ändern und so Viren und Trojaner einschleusen. Aber auch Nutzerdaten gelangen so in die Hände der Hacker. © dpa
Die Tricks der Daten-Hacker
DRIVE-BY-DOWNLOAD: Hacker hinterlegen unsichtbaren Schadcode auf einer (eigentlich seriösen) Internetseite. Wird die Seite aufgerufen, wird der Schadcode auf den Rechner geladen - wie der Name beschreibt, quasi im vorrübergehen. Die Hacker nutzen dabei Sicherheitslücken im Browser aus. Das Schadprogramm lädt dann meistens weitere Software nach, die dann persönliche Daten ausspioniert. © dpa
Die Tricks der Daten-Hacker
HOAX: Diese Falschmeldungen (engl. Hoax) werden in der Regel in E-Mails verschickt. Ein vermeintlich sachlicher Text soll den Leser dazu ermutigen, auf einen Link in der E-Mail zu klicken. Dann landet der Nutzer beispielsweise auf infizierten Internetseiten. Eine Liste mit aktuellen Hoaxes gibt es bei der TU Berlin. © dpa
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WÖRTERBUCH-ATTACKEN: Um sich Zugang zu Sozialen Netzwerken oder anderen Mitglieder-Bereichen zu verschaffen, nutzen Hacker beispielsweise Wörterbuch-Attacken. Dabei werden Seiten mit unzähligen Kombinationen aus Benutzernamen und Passwörtern “bombadiert“. Die Passwörter zieht der Hacker dabei aus so genannten Wörterbüchern: Textdateien mit zahllosen Begriffen. © dpa
Die Tricks der Daten-Hacker
So können Sie sich gegen die Daten-Hacker schützen. © mol
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So können Sie sich gegen die Daten-Hacker schützen. © mol
Hier geht‘s zur Fotostrecke: So machen Sie Ihr Passwort sicher © dpa

Aus Sicherheitsgründen hatten die deutschen Banken und Sparkassen in den vergangenen Wochen Hunderttausende von Karten ihrer Kunden ausgetauscht. “Der Kartenumtausch kostet allein die Sparkassen mehr als eine Million Euro“, sagte der geschäftsführende Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Bernd Fieseler, der “Welt am Sonntag“. Auch er forderte die Kreditkartenfirmen auf, sich daran zu beteiligen.

Bloching sagte, Überprüfungen bei einem spanischen Kartendienstleister hätten kein Sicherheitsloch gezeigt. Ob Banken nach der Warnmeldung Karten austauschen, liege daher in deren Verantwortung: “Die Bank trifft die Entscheidung.“ Falls tatsächlich Sicherheitslücken gefunden würden, “greifen die Statuten des Unternehmens“. Weitere Angaben dazu machte er nicht.

Der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, forderte von den Banken die Einführung von Karten, die statt eines Magnetstreifens über einen Chip verfügen. Andere europäische Länder hätten dies längst eingeführt und die Automaten entsprechend ausgetauscht. Eine Karte mit Chip sei die “sicherste Kreditkarte der Welt“, sagte er der “Bild“-Zeitung (Samstag). “Betrüger haben dort ein weniger leichtes Spiel.“ Es sei unklar, warum es den Sicherheitschip noch nicht überall in Deutschland gebe.

Bloching vermutete, dass vor allem die Karten ausgetauscht wurden, die lediglich den Magnetstreifen haben. “Wenn ich eine Magnetstreifenkarte draußen habe, die ich ohnehin in den nächsten ein bis zwei Jahren austauschen muss, dann ist es natürlich manchmal auch ein willkommener Anlass zu sagen: komm, lass es uns gleich machen.“ In England, wo Karten mit Chips viel weiter verbreitet seien, habe es keine so große Austauschaktion gegeben.

dpa

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