Vivil und Südzucker gegen Vergleich in Schadenersatzprozess

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Aus Sicht des Bundeskartellamts haben sich Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker) über Jahre hinweg über Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Foto: Jewns Wolf

Für Südzucker steht viel auf dem Spiel. Der Branchenprimus bekam schon eine hohe Strafe wegen Kartellabsprachen aufgebrummt. Nun könnte eine Klagewelle von Abnehmern drohen. Zucker ist in vielen Produkten.

Mannheim (dpa) - Im Streit zwischen dem Bonbonhersteller Vivil und Südzucker ist keine gütliche Einigung in Sicht. Am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Mannheim wollten beide Parteien nicht auf die Anregung des Richters eingehen, zu einem Vergleich zu kommen.

Vivil fordert von dem Zuckerkonzern wegen erhöhter Preise 1,3 Millionen Euro Schadensersatz. Hintergrund sind illegale Absprachen zwischen Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker). Das Bundeskartellamt hatte deswegen bereits ein Millionen-Bußgeld verhängt.

Es könnte zu noch mehr Prozessen gegen die Zuckerhersteller kommen. Nach Angaben des Bundeskartellamts haben inzwischen mehr als 100 Unternehmen Einsicht in die Akten beantragt. Auf dieser Basis können sie entscheiden, ob sie ebenfalls Klage erheben.

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