Vorletzte Ruhr-Zeche in Marl schließt

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Der Förderturm der Zeche "Auguste Victoria": Die Marler Zeche schließt am 18. Dezember 2015. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Marl (dpa) - An diesem Freitag schließt in Marl die vorletzte Zeche des Ruhrgebiets: das Traditions-Bergwerk "Auguste Victoria" (AV). Rund 115 Jahre lang wurde dort Kohle abgebaut, in Spitzenzeiten Mitte der 50er Jahre arbeiteten 11 000 Menschen auf der Schachtanlage.

Die mit Milliarden Euro subventionierte deutsche Steinkohleförderung läuft bis Ende 2018 aus - Importkohle ist wesentlich günstiger. Nach der Schließung von "AV" gibt es in Deutschland nur noch zwei Zechen: in Bottrop und in Ibbenbüren am Rand des Münsterlandes.

Die Stadt Marl will das Zechengelände für Logistik oder gemischte Gewerbebetriebe vermarkten und so mittelfristig 1000 neue Stellen ansiedeln. "Wir wollen zukunftsfeste Jobs für unsere Kinder", sagt der Marler Bürgermeister Werner Arndt (SPD). Beim Festakt zum Abschied werden unter anderem NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und der Chef der Gewerkschaft IGBCE Michael Vassiliadis erwartet.

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