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Der Auto-Krieg

VW gegen Zulieferer: Die tz erklärt die Hintergründe

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Die Zulieferer Es Guss und Car Trimm haben es mit ihrem Lieferstopp geschafft, VW in Nöte zu bringen. Vor allem die Golf-Produktion ist betroffen.

Wolfsburg - Bei VW stehen wegen Lieferstopps zweier wichtiger Teilehersteller viele Bänder still. Doch wie abhängig sind die beiden Parteien eigentlich voneinander? Die tz beleuchtet die Hintergründe.

Der Lieferstopp zweier Zulieferer wirbelt die Produktion bei VW empfindlich durcheinander. Am Montag waren rund 27.700 Mitarbeiter betroffen. Wie lange der Engpass (u. a. bei Getrieben und Bezügen für Autositze) noch dauert, ist völlig offen. Beide Seiten sitzen seit Montagnachmittag wieder am Verhandlungstisch, um das Problem zu lösen. 

Die Zulieferer ES Guss und Car Trimm, die zur Prevent-Gruppe gehören, weigern sich, ihren Verpflichtungen nachzukommen, weil VW – aus ihrer Sicht zu Unrecht – einen 500-Millionen-Euro-Auftrag gekündigt hat. Europas größter Autobauer hatte dies mit Qualitätsmängeln begründet. Wie abhängig sind Hersteller und Zulieferer voneinander? Die tz beleuchtet die Hintergründe:

Wie groß ist die Macht der Zulieferer? Größer als man denkt. Rund 75 Prozent eines Autos werden von Zulieferern produziert und oft auch entwickelt. Bundesweit arbeiten rund 800.000 Menschen in der Branche. Der geschätzte Jahresumsatz aller deutschen Zulieferer (Bosch und Continental sind die Nr. 1 und 2 in der Welt) lag 2015 bei rund 78 Milliarden Euro. Wie groß die Macht eines einzelnen Zulieferers ist, hängt aber davon ab, ob ein Hersteller sich bei der Beschaffung bestimmter Teile nur auf ihn verlässt. Genau dies ist offensichtlich bei VW passiert. Jedenfalls wirft der Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer VW in diesem Zusammenhang „katastrophale Fehler“ vor. Dem NDR sagt er: „Im modernen Einkauf geht kein Autobauer der Welt heute so vor, dass er ausschließlich einen Zulieferer für ein Teil nimmt.“ Hier können Sie übrigens nachlesen, was wir über den VW-Zoff wissen - und was nicht.

Wie groß ist der Druck der Hersteller auf die Zulieferer? Immens. Bei einer Umfrage fürchteten 54 Prozent aller Zuliefer-Unternehmen um ihre Existenz, wenn der Kostendruck weiter steigen sollte. Und das ist zu erwarten. Ein Beispiel: Vor einigen Jahren freute sich der damalige BMW-Einkaufs­chef und heutige VW-Markenvorstand Herbert Diess, dass es gelungen sei, die Materialkosten um vier Milliarden Euro (!) zu drücken. Die Zulieferer sprachen von neuen Maßstäben im Lieferanten knebeln.

Wie bewerten Experten die Entwicklung? Prof. Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management der FH Bergisch Gladbach, warnt Konzerne davor, um jeden Cent zu feilschen. Das führe zu Qualitätsproblemen, sagte er dem Handelsblatt. Und damit auch zu mehr Rückrufaktionen. Bratzel fordert ein partnerschaftliches Verhältnis, „wie es japanische Konzerne vormachen“. Ähnlich sieht es Dudenhöffer. Er geht davon aus, dass die VW-Zulieferer den Lieferstopp nur verhängten, weil ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Schließlich sei man durch so eine Aktion gebrandmarkt. Dass VW dies nicht gemerkt und die Situation jetzt auch noch verschärft habe, sei mehr als „unglücklich“.

Gab es einen Fall wie bei VW schon einmal? Solche Fälle sind extrem selten. 1998 verursachten fehlende Türschlösser bei Ford in Köln einen Stillstand in der Produktion.

Welchen Ruf hat Prevent in der Branche? Eigentlich sind Guss ES und Car Trimm mit VW schon lange gut im Geschäft. Prevent (Stammsitz in Slowenien, 35 Standorte in ganz Europa) hat beide Firmen erst vor einigen Monaten übernommen – und hat inzwischen auch Ärger mit Daimler: Wie die SZ berichtet, fordert die Zulieferergruppe von Daimler über zehn Millionen Euro als Ausgleich für Aufträge, die der Stuttgarter Autobauer 2013 gekündigt hat.

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
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Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
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Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

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