Hat Wiedeking gelogen?

VW-Übernahmeschlacht: Ex-Porsche-Chef vor Gericht

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Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der damalige Finanzvorstand Holger Härter stehen vor Gericht.

Stuttgart - Wegen seiner Rolle in der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW 2008 steht der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking von heute an vor Gericht.

Ihm und seinem damaligen Finanzvorstand Holger Härter wird Marktmanipulation vorgeworfen. Härter ist bei dem Verfahren vor dem Stuttgarter Landgericht ebenfalls angeklagt. Die beiden sollen 2008 monatelang geleugnet haben, bei VW eine Dreiviertelmehrheit anzustreben. Als sie das meldepflichtige Vorhaben veröffentlichten, taten sie dies nach Auffassung der Staatsanwaltschaft zudem nur unvollständig.

Der Porsche-Börsenkurs hatte 2008 große Höhen und Tiefen, dadurch verloren Anleger Milliarden. Der 63-jährige Wiedeking und der 59 Jahre alte Härter weisen die Vorwürfe zurück. Zum Prozessauftakt wird mit einer Erklärung der Angeklagten gerechnet.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hatte 2005 damit begonnen, seinen Anteil an VW Schritt für Schritt aufzustocken. Die Komplettübernahme scheiterte aber auch an den Folgen der Finanzkrise - Porsche konnte das großteils kreditfinanzierte Vorhaben nicht mehr stemmen. Volkswagen drehte den Spieß um und übernahm den hoch verschuldeten Sportwagenbauer. Heute ist die Porsche AG eine VW-Tochter. Nach der verlorenen Übernahmeschlacht mussten Wiedeking und Härter die Firma verlassen.

dpa

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