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Bonus-Streit bei VW: Einigung in Sicht

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Mit Spannung wird erwartet, ob der im Abgas-Skandal zurückgetretene Konzernchef Martin Winterkorn ebenfalls bereit ist für einen Bonusverzicht. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Wolfsburg - Das Streitthema Bonuszahlungen bei Volkswagen könnte noch am Dienstag befriedet werden. Der Konzernvorstand will offenbar freiwillig auf einen Teil seiner umstrittenen millionenschweren Prämien verzichten.

Bei dem Streitthema Bonuszahlungen im VW-Konzern zeichnet sich eine rasche Lösung ab. Der Volkswagen-Vorstand will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur freiwillig auf einen Teil seiner umstrittenen millionenschweren Prämien verzichten.

Darüber beriet die Führungsetage am Dienstag, hieß es aus VW-Kreisen. Ein Vorschlag liege auf dem Tisch. Details wurden nicht bekannt, ein Sprecher in Wolfsburg wollte sich nicht äußern.

Mit dem Vorliegen eines entsprechenden Vorstandsbeschlusses könnte die VW-Aufsichtsratsspitze anschließend den Segen der Kontrolleure erteilen. Das sechsköpfige Gremium, das sogenannte Präsidium, kann sich für solche Einzelfragen auch per Telefon- oder Videokonferenz zusammenschalten. Ob eine solche Besprechung zeitnah - womöglich noch Dienstagabend oder am Mittwoch - ansteht, blieb zunächst unklar.

Aus Kreisen des Sechserzirkels verlautete mit Blick auf eine mögliche öffentliche Erklärung zu den Ergebnissen, dass es frühestens Mittwoch werden dürfte. Ende kommender Woche treffen sich alle 20 Aufseher des Konzerns zu einer Sitzung in Wolfsburg. Es ist anzunehmen, dass das VW-Präsidium das Thema Boni spätestens dann abgeräumt haben möchte.

Bonus-Streit bei VW: Keine Einigung am Montag

Das Präsidium hatte sich am Montag noch nicht auf eine Linie zu den Vergütungen einigen können. Nach dpa-Informationen befürworten der Betriebsrat, das Land Niedersachsen und die IG Metall wegen des Abgas-Skandals eine Senkung der Sonderzahlungen für den Vorstand.

Mit Spannung wird erwartet, ob der im Abgas-Skandal zurückgetretene Konzernchef Martin Winterkorn ebenfalls bereit ist für einen Bonusverzicht. Laut „Handelsblatt“ ist das der Fall. Die Zeitung berichtete dies am Dienstag unter Berufung auf sein Umfeld.

Im VW-Konzernvorstand sitzen derzeit acht Männer und eine Frau. Die Mehrheit ist erst seit kürzerer Zeit im Amt. Längere Erfahrung an der VW-Spitze haben nur Einkaufschef Francisco Javier Garcia Sanz, Audi-Chef Rupert Stadler, China-Vorstand Jochem Heizmann und der Winterkorn-Nachfolger Matthias Müller, der zuvor als Cheflenker der Stuttgarter Tochter Porsche auch im Wolfsburger Konzernvorstand saß.

Die Vergütungen des gesamten VW-Vorstands sind wegen der wechselnden Besetzungen und des schwankenden Erfolges über die Jahre nur schwer zu vergleichen. Ex-Chef Martin Winterkorn verdiente zuletzt pro Jahr inklusive seiner Arbeit beim Großaktionär Porsche-Holding fast 17 Millionen Euro. Er war lange Zeit der Spitzenverdiener im Dax.

dpa

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